Sonntag, 18. Dezember 2016

Advent, Advent... 〖Schoko-Kokoswaffeln〗

so langsam kommt jetzt doch ein klitzekleines bisschen stressgefühl auf. dabei bin ich auf die festtage so gut vorbereitet wie nie zuvor. geschenke hab ich besorgt oder zumindest die ideen gesammelt, das festtagsmenü ist im groben geplant, die xmas playlist wurde mit schmissigen songs upgedatet und die weihnachtspost muss nur noch zur post gebracht werden. es liegt eigentlich daran, dass der mann und ich gleich nach den feiertagen in den urlaub düsen. bis letztes wochenende war noch nichts geplant. außer der flug, den hatten wir bereits vor dem sommer gebucht. marokko - stand schon lange auf meiner bucket list ganz oben, vor allem im nicht so warmen winter dort. die weihnachtsferien sind also genau der richtige zeitpunkt. bloß blöd, dass es immer ganz viel zu tun gibt und so wenig zeit, diese reise vorzubereiten. luxusprobleme, I know. das sollte sich ändern und darum habe ich waffeln gebacken.


falls sich dir der zusammenhang von frisch gebackenen waffeln und urlaubsplanung nicht auf den ersten blick erschließt, verstehe ich das. aber lass mich erläutern:
erstens, das sind nicht irgendwelche waffeln, sondern schoko-kokoswaffeln.
zweitens, backen entspannt mich. und das waffeleisen sollte eh öfters verwendet werden.
drittens, beim gemeinsamen essen kommen dem mann und mir die besten ideen.
viertens, ein voller bauch studiert (= reiseplanung) nicht gern, also ist eine kleinere waffel genau richtig. wenn man sich beherrschen kann und nicht drei isst. oder vier.
und fünftens, der geschmack von kokos erinnert mich immer ein bisschen an urlaub. und trotzdem passt er zur weihnachtszeit wie das kokosbusserl auf den plätzchenteller.


für die waffeln habe ich weder butter, noch zucker (nur ein winzig kleines bisschen oben drauf), noch eier oder milch verwendet. das kam so: weil schokolade und kokos eine ganz hervorragende kombination sind, habe ich kürzlich den Alpro Kokosnussdrink Choco* probiert. ich war begeistert. der beste pflanzliche drink, den ich bisher probiert hatte. beim nächsten einkauf habe ich gleich 2 weiter packungen eingepackt. offenbar in weiser voraussicht. den drink habe ich nämlich für dieses waffelrezept verwendet. weil der drink bereits gesüßt ist, konnte ich auf den zusatz von weiterem zucker verzichten. extrasüßes isst man in der weihnachtszeit eh genug. und nach erfolgreichem test kann ich sagen, dass du weder eier noch butter und co für richtig schöne knusprige und dennoch saftige waffeln brauchst. die hier fand ich nämlich wirklich ziemlich perfekt.


der Kokosdrink Choco kommt in einer literpackung daher. für das rezept brauchst du nur 300ml, so bleibt noch genug übrig, für eine tasse heiße schokolade. du kannst den drink nämlich auch hervorragend erwärmen und zu deinen waffeln genießen. oder du machst es wie ich und trinkst ihn eiskalt dazu. übrigens ist in diesem drink neben calcium und vitamin d zusätzlich noch vitamin b12 enthalten. das kann man besonders im winter gut brauchen, weil es müdigkeit und erschöpfung (aka winterschlafsymptome) vorbeugen kann. und das schadet in dieser für manche so stressigen zeit auf keinen fall.


Schoko-Kokoswaffeln

(5 dicke Waffeln)

250g Dinkelmehl
2 EL Kakaopulver (ungesüßt)
3 Kardamomkapseln
4 EL Kokosflocken plus 1 EL zum Bestreuen
1 Pckg. Backpulver
50ml Kokosöl
300ml Alpro Kokosdrink Choco


Mehl mit Kakao, Kokosflocken und Backpulver mischen. Kardamomkapseln aufklopfen, die Samen mörsern und zur Mehlmischung geben. Kokosöl leicht erwärmen und mit dem Kokosdrink Choco unter die trockenen Zutaten mischen. Alles gut mit einem Gummispatel verrühren. 
Waffeleisen aufheizen und Waffeln nach Anleitung im Waffeleisen backen.
Waffeln mit Kokosflocken und nach Belieben wenig Staubzucker bestreuen.


die waffeln haben übrigens ihr ziel erreicht. die marokkoreise ist bis auf wenige details geplant. das stressgefühl hält sich also in grenzen. und ich freue mich auch schon ziemlich. vorher freue ich mich aber natürlich auf die schönen feiertage mit familie und freunden. erst danach gehts ab in den süden...

* sponsored - dieser beitrag entstand in zusammenarbeit mit Alpro.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Geschenke aus der Küche 〖Schokolade mit gebrannten Zimt-Haselnüssen〗

ich liebe es, zu weihnachten (und auch sonst) kleine kulinarische köstlichkeiten zu verschenken. natürlich gibt es klassiker, die immer passen, aber trotzdem versuche ich jedes jahr ein paar neue dinge auszuprobieren. wäre sonst ja langweilig. wie für dich vielleicht auch, ist pinterest eine tolle inspirationsquelle für mich. so auch bei meiner neuesten idee. ich habe irgendwo eine schwarzweiße bruchschokolade gesehen. das bild finde ich nicht mehr, ist aber auch egal. ich habe eine eigene idee entwickelt: vollnuss-schokolade mit dem gewissen etwas.


ebendieses darf nie und nimmer nicht fehlen. bei nix nämlich. das gewisse etwas ist unverzichtbar. und zu weihnachten ist das nun mal ganz oft eine mittelgroße prise zimt. jedefalls für mich.


für diese schokolade habe ich haselnüsse gebrannt. das ist wirklich kinderleicht. der mann hat sogleich den geruch identifiziert und kam aus dem anderen ende der wohnung um einige der nüsse direkt vom blech zu knabbern. ich verwende bei gebrannten mandeln oder nüssen immer nur halb so viel zucker wie nüsse. das reicht völlig, finde ich. die haselnüsse an sich wären auch schon eine tolle geschenksidee. nur luftdicht verpackt müssten sie im idealfall sein, damit sie nicht klebrig werden.


Schokolade mit gebrannten Zimt-Haselnüssen


200g weiße Schokolade
100g dunkle Schokolade (sehr gute qualität ist bei beiden schokoladen wichtig!)
100g blanchierte Haselnüsse
50g Zucker
1 TL Zimt

Ein kleines Blech mit Backpapier auslegen. Die Haselnüsse in einer schweren Pfanne bei mittlerer Hitze anrösten. 1/3 des Zuckers zugeben und mit den Nüssen vermischen. Wenn der Zucker geschmolzen ist, das nächste Drittel des Zuckers zugeben. Wieder warten bis der Zucker schmilzt und mit dem letzten Rest des Zuckers gleich verfahren. Rasch den Zimt darüber streuen und gut vermengen. Die Haselnüsse sofort auf das Blech geben und verteilen. Vollständig auskühlen lassen und dann in einzelne Nüsse brechen.
Weiße und dunkle Schokolade im Wasserbad schmelzen. Wie das am besten funktioniert, kannst du zum Beispiel hier nachlesen: klick!. Wichtig: Die Schokolade soll nicht zu flüssig sein, also gegebenenfalls etwas abkühlen lassen.
Weiße Schokolade relativ dick auf Backpapier streichen. Dunkle Schokolade (wild) darüber träufeln und mit einem Zahnstocher oder einer Gabel ein wenig durchmischen bis es hübsch aussieht. Die gebrannten Haselnüsse darauf verteilen und etwas andrücken. 
Schokolade entweder in Stücke brechen oder im Ganzen verschenken.


übrigens hab ich da mal ein paar tolle ideen für kulinarische geschenke von meinem blog für dich zusammen gesucht. über die jahre hat sich hier ordentlich was angesammelt und vielleicht ist ja was für dich dabei?

lebkuchen sirup
☆ ginger beer sirup
☆ schokoladensirup
☆ ingwer thymian sirup
☆ zimtsirup
☆ chai sirup
☆ lebkuchenlikör
☆ eierlikör
☆ trinkschokoladenmischung mit chai-gewürzen
☆ trinkschokoladenlöffel
☆ toffifee aufstrich
☆ spekulatiusgranola
☆ lebkuchenmänner
☆ lebkuchenstangen
☆ elisenlebkuchen
☆ schokoladengrissini
☆ rumkugeln
☆ mandel biscotti
☆ glücksschweinchen
☆ kaffee-karamell macarons
☆ cranberrykompott
☆ feigensenf
walnusspesto
☆ hauchdünnes fladenbrot
spicy gewürznüsse
zimtmandeln
erdnussfudge
karamellbonbons
chai trüffel
kokosmarshmallows
☆ bratapfelgewürz

Dienstag, 13. Dezember 2016

Advent, Advent... 〖Eggnog〗

eierlikör polarisiert, das weiß ich. und ich rede von dem gekauften zeugs. mit der selbstgemachten variante (das rezept findest du hier: klick!) konnte ich bisher nämlich noch alle überzeugen. und selbstgemachter eierlikör gehört einfach zur vorweihnachtszeit wie die vanillekipferl oder zimtsterne oder päckchen einpacken oder christbaum schmücken. eierlikör ist also nicht optional sondern ein garant für plötzliche weihnachtsstimmung und vorfreude. und ich hab ab ende november immer mindestens ein (na gut, eher zwei) fläschchen davon im kühlschrank. weil so ein stamperl doch ziemlich klein und dementsprechend rasch geleert ist, habe ich nach alternativen mit gleichem geschmack gesucht. und gefunden!


zu studienzeiten waren wir fast täglich relativ häufig gäste am christkindlmarkt. dort gab es die sogenannte milchstraße. leider waren die milchigen drinks, die dort verkauft wurden, nie teil der happy hour und deshalb gönnten wir uns die nur ganz, ganz selten. kürzlich habe ich mich wieder daran erinnert: heiße schokolade mit kaluah oder rum, milch mit baileys oder amaretto und noch viele andere köstliche leckereien gabs da.


und weil eierlikör eben mein favorit ist, habe ich an eine variante des eggnogs gedacht. weil wie schon die oma eines freundes zu sagen pflegte: ein cognacchen ist immer noch das wärmste jäckchen. und cognac ist ja immerhin auch drin im eierlikör.


Eggnog


(2 Tassen)

500ml Ländle Bio-Vollmilch*
1 Sternanis
2 Zimtstangen
Mark von ½ Vanilleschote
2 Stamperln Eierlikör, unbedingt selbstgemacht
125ml Ländle Rahm*

Ländle Bio-Vollmilch mit den Gewürzen und dem Mark der ½ Vanilleschote aufkochen und 15 Minuten ziehen lassen. Ländle Rahm steif schlagen. Sternanis und Zimtstangen entfernen, Milch nochmal aufkochen. Eierlikör zur Milch geben (nicht mehr aufkochen!) und umrühren. Eggnog auf 2 Tassen verteilen und mit Sahnehäubchen garnieren.

wenn du deinen eggnog hochprozentiger bevorzugst, gibst du noch einen extraschuss cognac oder weinbrand hinein.


weil heißgetränke für mich bekanntlich nur im freien und bei kalten temperaturen gehen, schlage ich dir folgendes vor: du kochst dir und einer ausgewählten lieblingsperson einen schönen eggnog, richtest einen plätzchenteller mit bevorzugt selbstgemachten oder alternativ selbstgekauften keksen, ihr setzt euch mützen auf und zieht die dicken jacken an, nehmt die tassen und den teller und stellt euch (wenn es dunkel ist) auf die terrasse, den balkon oder einfach nur vor die haustür. das nennt man pop up weihnachtsmarkt und macht wirklich spaß. der mann und ich haben das letztens getestet! ☆


*dieser beitrag entstand mit freundlicher unterstützung von Vorarlberg Milch.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Advent, Advent... 〖Kleiner Bratapfel mit Marzipan-Mandel-Füllung〗

alles hat angefangen mit einem einkaufstrip in den größten hiesigen supermarkt. zur weihnachtszeit meist noch voller als sonst schon (weil auch im bestbesuchten einkaufzentrum des landes), waren der mann und ich schon überrascht, dass wir einen parkplatz im parkhaus ergattern konnten. nicht üblich in der weihnachtssaison. als wir dann am einkaufswagenstand ankamen, waren wir noch überraschter: ziemlich viele wägen da. und alle nigelnagelneu. einkaufen (nicht zu verwechseln mit shopping!) empfinde ich eher als unumgängliche pflicht und es gibt nichts schlimmeres, als dann noch einen wagen zu erwischen, der in alle richtungen fährt, nur nicht dorthin wo ich will. das setzt einem eh schon ungeliebten wocheneinkauf noch das krönchen auf. nun denn, das problem ist behoben, die neuen einkaufswagen fahren alle 1a. beim obstregal sind mir dann wundervolle kleine äpfelchen ins auge gestochen. ich hab trotz meiner eigentlichen verachtung langweiligen äpfeln gegenüber gleich ein paar (oder 10) eingepackt. (über meine tendenz zum obstmessie hab ich ja früher schon mal berichtet...) ich hatte nämlich größeres vor mit den äpfelchen.


roh können äpfel noch so knuffig ausschauen, ich will sie nicht gern essen. weil sie langweilig sind. aber gebacken und vorab mit köstlichem marzipan, mandeln, rum und einer prise zimt gefüllt, schaut die sache schon ganz anders aus.


wichtig ist das perfekte verhältnis von apfel und füllung. also suche ich möglichst winzige äpfel aus. ein riesiger apfel braucht erstens länger im rohr, und zweitens ist da am ende der füllung immer noch so viel apfel übrig. für einen bratapfel eignen sich besonders säuerliche äpfel, aber ich bin schon froh, wenn ich welche finde, die mir optisch zusagen. da kann ich sonst nicht mehr groß wählerisch sein.


Bratapfel mit Marzipan-Mandelfüllung


(4 kleine Äpfelchen)

100g Marzipan
40g Mandelblättchen
1 EL Rum (z.B. Stroh)
1 kräftige Prise Zimt

Backrohr auf 180° vorheizen.
Marzipan kleinwürfelig schneiden oder reiben und mit den restlichen Zutaten verkneten. Äpfel mit einem Apfelausstecher vom Kerngehäuse befreien (ich mach gern ein größeres loch als nötig, damit mehr füllung rein passt.) und die Marzipanfüllung hineindrücken. Äpfel in eine Auflaufform stellen und 15-25 Minuten backen, je nach Größe der Äpfel. Sie sollen weich sein, aber nicht platzen. (falls doch - kein drama, sondern ein special effect!)


falls du dich wunderst, wo die vanillesauce geblieben ist - ich mag das nicht. ein heißes dessert mit heißer sauce ist einfach zu viel des guten für meinen geschmack. ich genieße das bratäpfelchen lieber pur oder in begleitung von selbstgemachtem eierliköreis. das rezept dafür verrate ich dir in kürze (hoffentlich). und diese kombination wird auch das heurige weihnachtsdessert werden.


hast du auch schon ganz konkrete festtagsmenüpläne? gibts da traditionen, die du unbedingt einhalten willst oder musst? wie das bei uns so läuft, erzähl ich dir auch ganz bald...


Donnerstag, 1. Dezember 2016

Cheers! 〖Lebkuchen-Kaffee-Cocktail〗

der dezember hat kaum angefangen und schon laufe ich auf hochtouren im weihnachtsmodus. die bude ist dekoriert, die lichterketten montiert und die vanille-duftkerzen werden allabendlich fleißig angezündet. die adventkalender (ja ohne s. ich bin österreichische native speakerin.) für die sich in meiner zuständigkeit befindenden büros sind gebastelt und installiert und wie bereits ausführlich erwähnt - die kekse sind in den dosen und das zuhauf. der zustand trägt allerdings mehr zur allgemeinen entspannung, als zur weihnachtlichen stimmung bei. die kommt von ganz allein, wenn erst mal der 1. dezember ins land zieht. heute also. mit dem öffnen meiner eigenen, vom mann befüllten ersten adventkalendertüte hat mich das weihnachtsfieber schließlich endgültig gepackt. in weiser voraussicht habe ich mir da zur feier des heutigen tages und der weihnachtszeit an sich, schon am wochenende einen gar köstlichen weihnachtstrunk (als abwechslung zum täglichen eierlikörstamperl) ausgedacht.


gerüchte besagen, dass die verkostung von ebendiesem dazu geführt haben könnte, dass sich sonntags gegen 11 uhr bei meiner wenigkeit ein kleiner damenspitz bemerkbar machte. aber gut, ohne jegliche unterlage (sonntagsfrühstück, wo warst du?) ein cocktailshooting über die bühne zu bringen, ist ja quasi ein ding der unmöglichkeit und war nicht komplett durchdacht. wie dem auch sei, die stimmung war jedenfalls top.


der weihnachtstrunk benötigt nur ganz wenig an vorbereitung und kann sowohl warm, als auch kalt genossen werden. toll, oder? der ginge (zumindest bei mir) sogar locker als glühweinersatz durch. warme getränke genieße ich ja sowieso grundsätzlich nur im freien und bei entsprechender kälte.


Lebkuchen-Kaffee Cocktail

(1 Glas)

1 Espresso
2cl Lebkuchensirup
2cl Vodka
2-4cl Sahne, je nachdem wie sahnig du es magst
(optional 2cl Kaluah)
Milchschaum

Für den Cocktail einen Espresso (kann ruhig ganz frisch gebrüht und heiß sein) in einen mit Eiswürfeln befüllten Cocktailshaker gießen. Lebkuchensirup, Vodka und Sahne zugeben (optional kaluah dazu, aber dann wirds ziemlich süß) und kräftig shaken. Die Mischung in ein hübsches Glas mit Eiswürfeln füllen und mit Milchschaum toppen.

für den warmen genuss lässt du einfach die eiswürfel jeweils weg.


freilich kann man lebkuchensirup kaufen, aber das macht ja nur halb so viel spaß. deshalb verrate ich dir natürlich mein rezept dafür:

Lebkuchensirup


250ml Wasser
200g Zucker
2 Zimtstangen
5 Nelken
5 Pimentkörner
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 Pr. Muskat

Ingwer schälen und in dünne Scheibchen schneiden. Wasser mit Zucker und allen Gewürzen samt Ingwer aufkochen und auf mittlerer Flamme ca 20 Minuten köcheln lassen. Weitere 20 Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Nochmal aufkochen und in eine kleine sterile Flasche füllen.


lebkuchensirup ist ein praktisches allroundtalent: wenig zeitaufwand und hohe einsatzvielfalt. der sirup ist zum beispiel ein wunderbares kulinarisches weihnachtsgeschenk. ein schuss davon in den kaffee zaubert urplötzlich ganz große weihnachtsvorfreude daher. er passt aber auch zu kakao, müsli oder porridge. und bestimmt gibts noch viele andere einsatzgebiete.


Freitag, 25. November 2016

Advent, Advent... 〖Walnussstriezel mit Zimt〗

wenn ich an die vorweihnachtliche zeit denke, fällt mir als allererstes zimt ein. danach kommen kerzen, tannenzweige, kekse, geschenke und der ganze schöne rest. aber an erster stelle steht zimt. den liebe ich einfach. nicht nur, aber besonders in der festlichen oder kalten saison des jahres. zimt = gemütlichkeit, und die passt in die vorweihnachtszeit. aber sind wir mal ehrlich - zimt kommt allerdings ganz selten ohne zucker daher. und weil viele (oder zumindest wir) im advent genusstechnisch zugegeben eh schon manchmal über die stränge schlagen (lebkuchen, eierlikör, vanillekipferl & co grüßen schön), habe ich mir eine zuckerreduzierte, gesündere version von einem meiner lieblingsgebäcke überlegt. it is striezeltime!


ich liebe striezel. am besten sonntags zum frühstück und mit dicker nussfüllung bis in die spitzen. und jetzt kommts: dieser striezel kommt nicht nur mit ganz wenig zucker aus, sondern ist zudem komplett vegan. und das in der ansonsten wohl buttrigsten zeit des jahres. das ist auch genau das thema: vor lauter butter, zucker und milch während der keksbackphase, hatte ich lust mal wieder was neues auszuprobieren. herausgekommen ist eine vegane, gesündere alternative zu einem klassiker. und das ist, der striezel 2.0, gewürzt mit einer extragroßen portion zimt.


natürlich kommt der hefeteig nicht ohne flüssigkeit aus. normalerweise wäre das milch. ich habe diesmal aber eben wieder zu einer pflanzlichen alternative gegriffen. sonst wirds ja nix mit vegan. und warum auch nicht - diese pflanzendrinks sind echt köstlich und eignen sich auch prima zum backen. sehr praktisch, oder? mein momentaner liebling ist der Mandeldrink Ungesüßt von Alpro*. besonders gut finde ich, dass es den mandeldrink eben auch in der version ohne zucker gibt. so kann man gut auf versteckten zucker verzichten. gerade beim backen finde ich das total wichtig. und der geschmack passt perfekt zum nussigen aroma meines striezels.


den striezel kannst du auch ganz bequem (am besten gleich nach dem auskühlen) einfrieren. obwohl der jetzt nicht riesengroß wird. wenn du einen größeren brauchst, verdoppelst du das rezept einfach.

Walnussstriezel mit Zimt


250g Mehl
1 Pr. Zucker
1/2 Würfel Germ
125ml Alpro Mandeldrink Ungesüßt*
30g Margarine

Füllung
175g geriebene Walnüsse
75g grob gehackte Walnüsse
1 EL Zimt
2 EL brauner Zucker (oder mehr, wenn du es süßer magst)
100ml Alpro Mandeldrink Ungesüßt

Für den Teig Alpro Mandeldrink erwärmen und Zucker und Germ darin auflösen. Mehl in eine Schüssel geben. Hefemischung und Margarine in kleinen Flocken zugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Teigschüssel mit Frischhaltefolie abdecken und 30 Minuten gehen lassen.
Für die Füllung Nüsse, Zimt und Zucker mit dem Mandeldrink verrühren.
Backrohr auf 180° Umluft vorheizen.
Teig auf wenig Mehl rechteckig ausrollen. Mit der Walnussfüllung bestreichen (klappt super mit einem tortenheber) und von der langen Seite her aufrollen. Die Teigrolle erst bis zur Hälfte (so hält der teig besser zusammen) mit einem scharfen Messer halbieren, so dass 2 Stränge entstehen. Die beiden Stränge ineinander drehen und das Ende unterschlagen. Bei der anderen Hälfte des Striezels wiederholen. Den Striezel auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und ca. 25 Minuten backen.


*sponsored - dieser beitrag entstand in zusammenarbeit mit Alpro.

Sonntag, 20. November 2016

Advent, Advent... 〖Lebkuchen〗

was sagt man dazu? wir schreiben den zwanzigsten november und ich bin fertig mit der weihnachtsbäckerei. jawohl - FERTIG! das muss ich mir tatsächlich noch ein bisschen auf der zunge zergehen lassen. ich kanns nämlich selber kaum glauben. natürlich hat diese neue emsigkeit auch einen grund: ich plane heuer einen entspannten advent. kein schlechtes gewissen beim punschtrinken, keine gestressten abendlichen besuche im supermarkt (die hab ich jetzt nämlich schon hinter mir) und endlich mal kekse ab dem 1. advent genießen. das war bisher nicht erlaubt. der mann und ich sind aber in den weihnachtsferien im urlaub und "müssen" deshalb die weihnachtsbäckerei bis zu den feiertagen verputzt haben. sollte zu schaffen sein...


weil ich die "pflicht" bereits erledigt habe, bleibt jetzt massig zeit für die kür. und das ist alles, worauf ich lust habe: eierlikörherstellung oder besser nachproduktion (die erste halbe flasche ist schon geköpft), diverse adventkalender befüllen, entspannen, weihnachtsbasteleien und -deko, christkindlmarktbesuche en masse, entspannen, bloggen und dabei weihnachtsmusik hören, zeit zu zweit genießen - habe ich entspannen schon erwähnt? ein ganz schönes gefühl, welches sehr viel vorfreude auf den advent in mir weckt.


"pflicht" deshalb, weil weihnachtskekse gebacken werden müssen. erstens, weil das zur tradition gehört. zweitens hab ich da so ein commitment mit meiner mama. das ist sehr ideal. wir backen getrennt von einander kekse (weil wir ca. 75 autominuten entfernt wohnen) und tauschen dann aus. so erhöht sich die sortenvielfalt am keksteller ungemein. heuer waren wir (wie ich finde) ziemlich fleißig - es gibt 15 sorten. und damit meine ich 15 ganz unterschiedliche kekse. nicht die "ein teig, 5 verschiedene ausstecher = 5 sorten"-methode. und drittens weil wir natürlich auch welche essen wollen. und #selbstgebackenschmecktambesten.


schon ewig wollte ich knuffige lebkuchenmännchen backen. und endlich habe ich heuer zeit dafür. und das, obwohl der advent noch nicht mal angefangen hat. I like. leider hab ich keinen mini-männchen ausstecher gefunden. falls du einen tipp für mich hast, wo ich einen solchen bekommen könnte - ich tät mich freuen.
ach ja, die weihnachtskekse werden nicht vor dem 1. advent aufgetischt - lebkuchen sind von dieser regelung allerdings ausgenommen.


Lebkuchen


75g Roggenmehl
200g Weizenmehl
1 ½ TL Lebkuchengewürz
1 TL Natron
60g brauner Zucker
2 Eier (M)
125g Honig
35g Butter

Spritzglasur
30g Eiweiß
200g Staubzucker

Butter schmelzen. Mehl mit Lebkuchengewürz, Natron und Zucker mischen. Honig und Butter in einem kleinen Topf erwärmen bis die Butter geschmolzen ist und mit den Eiern zur Mehlmischung geben. Alles zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Evtl. noch mehr Weizenmehl zugeben. (an manchen tagen braucht man viel mehr mehl, manchmal passt es genau. die oma sagt, es liegt am mond.) Teig in Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen. Wenn es schnell gehen muss, kann das Rasten ausfallen.
Backrohr auf 180° Umluft vorheizen.
Teig aus dem Kühlschrank holen und nochmal durchkneten. Auf Backpapier mit wenig (!) Mehl ca. 1/2 cm dick ausrollen (frischhaltefolie auf den teig, dann klappts prima). Den Teig mit hübschen Ausstechern ausstechen und mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Ca. 10 Minuten backen - bei kleinen Ausstechern eher 7 Minuten.

Für die Spritzglasur Eiweiß und Staubzucker vermixen. Die Konsistenz muss sehr zähflüssig sein und am besten an Zahnpasta erinnern. Mit einem Gummispatel durchrühren und in einen Einweg-Spritzbeutel füllen. Spitze sehr klein abschneiden und die ausgekühlten Lebkuchen verzieren.


eine andere ganz einfache lebkuchen-idee findest du hier: klick!


welche pläne hast du für den advent? gehst du es eher ruhig an oder läufst du unter vorweihnachtlichem stress zur höchstform auf?