Dienstag, 4. Mai 2021

100% Frühling 〖Spargelpommes mit Zitronen-Aioli〗


sobald ich den ersten spargel am markt oder im laden sichte, weiß ich, dass endgültig frühling ist. auch wenn der heuer zugegeben etwas auf sich warten lässt - bei mir ist es soweit. kaum ist der spargel am teller, ist die frühlingsstimmung auch bei 100%. ich bevorzuge ja grünen spargel, aber für dieses pommes eignet sich auch der weiße spargel ganz hervorragend. wenn du besonders wild bist, mischst du beide sorten einfach. 


spargelpommes sind mal was anderes. außerdem sind sie richtig vielseitig: das perfekte fingerfood zum apero, sie schmecken natürlich auch als beilage und eignen sich durchaus auch als hauptgericht. durch das backen im rohr braucht man kein fett, das finde ich auch praktisch. (und: es stinkt nicht.) die zitronen-aioli ist ja schon üppig genug, passt aber einfach perfekt zum spargel.



Spargelpommes mit Zitronen-Aioli


500g grüner Spargel, am besten bio

ca. 75g Pankobrösel

75g geriebener Parmesan

Ei

1 Schluck Mineralwasser

Salz

Pfeffer

 

1 Dotter

1 TL Dijonsenf

Saft und Abrieb von ½ Zitrone

1 Knoblauchzehe

ca. 100ml Rapsöl

Salz

1 Pr. Zucker

 

Backrohr auf 180° Heißluft vorheizen.

Spargel waschen und die holzigen Enden abschneiden. Ei verquirlen und einen Schluck Mineralwasser, Salz und Pfeffer zugeben. Panko und Parmesan mischen. Spargel zuerst in Mehl, dann im Ei und anschließend in der Panko Mischung wenden. Spargel auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und ca. 17-20 Minuten, je nach Größe, backen.

 

Für die Aioli Dotter und Senf in einer Schüssel verrühren. Das Öl zuerst tröpfchenweise einrühren, dann in einem dünnen Strahl zugegeben. Mit dem Schneebesen kräftig rühren und so lange Öl zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Zitronensaft, Zitronenschale, Knoblauch, Zucker, Salz zugeben und verrühren, Evtl. nochmal abschmecken.


Spargelpommes mit der Zitronen-Aioli servieren.

Donnerstag, 8. April 2021

Dinner della casa 〖Ofenkartoffel mit Dip〗


kürzlich habe ich gelesen, dass der pro kopf verbrauch von kartoffeln in der EU im jahresschnitt bei 71kg liegt. für mich unvorstellbar, weil ich erdäpfel nicht so gerne mag, als dass ich jemals 71kg im jahr schaffen könnte. total irre ist aber, dass in lettland gar 123kg kartoffeln pro kopf und jahr verzehrt werden. quasi jeden dritten tag ein kilo. ich bin ehrlich froh, dass wir unseren speiseplan etwas abwechslungsreicher gestalten können. was ich aber total gerne mag, sind ofenkartoffeln. klingt jetzt gar nicht mal so aufregend, schmeckt aber richtig gut. ich mags am liebsten als eine art buffet serviert. dann können sich alle am tisch selbst bedienen. das finde ich einfach gesellig und gemütlich, deshalb liebe ich diese art von essen.



mein geheimtipp für die richtig knusprige haut der ofenkartoffel ist übrigens butter. durch das einpinseln mit butter wird die haut der kartoffel perfekt und kann wunderbar mitgegessen werden. vor dem backen musst du sie natürlich sauber schrubben, eh klar.



 

Ofenkartoffeln mit Dip


(2 Portionen)

1-2 Bio Ofenkartoffeln pro Person, je nach Größe und Hunger

2 EL Butter

250g Hackfleisch (Rind)

1 Zwiebel, gewürfelt

2 EL Tomatenmark

1 EL Paprikapulver edelsüß

150g geriebener Käse

250g Sauerrahm

125g Crème fraîche

2 TL Currypulver

Petersilie

Schnittlauch

2 hartgekochte Eier

Salz

Pfeffer

etwas Öl

 

Backrohr auf 210° Heißluft vorheizen.

Kartoffeln waschen, trocknen und rundum mit einer Gabel einstechen. Auf ein Blech mit Backpapier legen und 25 Minuten backen. 2 EL Butter schmelzen und die Kartoffeln damit einpinseln. Mit (grobem) Salz bestreuen und weitere 30-45 Minuten backen, je nach Größe der Kartoffeln. (stäbchenprobe hilft auch da)

In der Zwischenzeit die Zwiebel in etwas Öl anbraten, Hackfleisch zugeben und fein krümelig anbraten. Tomatenmark kurz mitrösten, dann mit etwas Wasser aufgießen und mit Paprikapulver, frisch gehackter Petersilie, Salz und Pfeffer abschmecken. Ca. 10 Minuten einkochen lassen.

Für den Sauerrahm Dip den Sauerrahm glattrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Fein geschnittenen Schnittlauch untermengen. Für den Curry Dip in einem kleinen Topf 1 EL Öl erhitzen und das Currypulver darin kurz anrösten. Alles in das Crème fraîche einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Ofenkartoffeln der Länge nach aufschneiden und nach Geschmack mit Hackfleisch, geriebenem Käse, hartgekochten Eiern und Dips servieren.


Freitag, 2. April 2021

Cheers! 〖alkoholfreier Mojito mit Ofenkäse & Apfel〗


(werbung)
kennst du dich eigentlich mit food oder flavour pairing aus? du weißt, was ich meine: spannende aromen, die sich ergänzen. kombinationen, die schon immer köstlich miteinander schmecken. abgefahrene zusammenstellungen, die auf den ersten blick nicht harmonieren, auf den zweiten dann aber das wasser im mund zusammen laufen lassen. auch die passende getränkeauswahl spielt natürlich eine rolle, wenn es um die perfekte ergänzung zu einem gericht geht. ich finde das total interessant und recherchiere auch gerne mal im Geschmacksthesaurus*, wenn ich mir neue rezepte überlege. weinbegleitung kennt man ja, aber besonders trendy ist im moment die passende auswahl von alkoholfreien drinks - saftbegleitung zum beispiel. auch das reizt mich sehr. ich trinke im alltag kaum saft, deshalb ist es für mich was sehr besonderes. also habe ich foodpairing mit fruchtsaft ausprobiert und entstanden sind gleich 2 köstliche rezepte, die natürlich perfekt zusammenpassen.



ich habe mir was zu einem klassiker im saftregal überlegt, nämlich apfelsaft. auf der beliebtheitsskala ist das der zweitliebste saft der deutschen und österreichischen safttrinker/innen. noch beliebter ist nur orangensaft, was ich übrigens nie verstehen werde. apfel und natürlich auch apfelsaft harmonieren besonders gut mit weichkäse, beides mag ich sehr gern - grund genug, dass ich mir was leckeres für diese kombi ausgedacht habe.


das thema fruchtsaft ist echt facettenreich, es gibt ganz viele infos, die ich bisher gar nicht so genau kannte. wusstest du beispielsweise, dass fruchtsaft immer einen fruchtgehalt von 100% hat? es werden weder farb- noch konservierungsstoffe, und schon gar kein zucker hinzugefügt. drin ist also genau das, was drauf steht. fruchtnektar enthält einen fruchtgehalt von mindestens 25% sowie wasser und eventuell auch süßungsmittel, wie zucker oder honig. fruchtnektar wird aus früchten gemacht, die sich nicht für fruchtsaft anbieten, weil sie zum beispiel zu säuerlich sind, wie rhabarber oder johannisbeere, oder zuviel fruchtfleisch enthalten, wie etwa mango, banane oder marille. deshalb wird fruchtnektar eben mit wasser verdünnt. und dann gibt es natürlich noch fruchtsaftschorlen, welche aus fruchtsaft und kohlensäurehaltigem wasser bestehen.




alkoholfreier Mojito

 

1cl Vanillesirup

Saft von ½ Limette

5cl Apfelsaft

Soda

frische Minze

Limettenspalten

1 Apfelschnitz in kleine Würfel geschnitten

Eiswürfel

 

Vanillesirup

1 Vanilleschote

100g Zucker

100ml Wasser

 

Für den Sirup die Vanilleschote auskratzen und das Mark und die Schote mit Zucker und Wasser in einem kleinen Topf aufkochen. Bei mittlerer Hitze 8 Minuten köcheln lassen, dann durch ein Sieb in eine kleine sterile Flasche füllen.


Für den alkoholfreien Mojito den Vanillesirup in ein Glas füllen und mit Limettensaft und Apfelsaft vermischen. Limettenspalten, Apfelwürfel und viel Eis ins Glas geben, einen frischen Minzzweig hineinstecken und mit Soda aufgießen.



der alkoholfreie mocktail passt hervorragend zu ofenkäse. nicht zu süß, leicht säuerlich, dazu der würzige ofenkäse - eine köstliche kombi. ich freue mich auf die ersten abende, auf der terrasse, an denen ich genau das genießen werde. vielleicht dann ja auch wieder in gesellschaft von freunden, mal schauen, was die zeit bringt.



Ofenkäse mit Apfelsaft und Apfelspalten

 

1 Weichkäse in einer Holzschachtel (Camembert oder Ähnliches)

2cl Apfelsaft

 

1 säuerlicher Apfel

Brot und Walnusshälften

 

Backrohr auf 200° vorheizen.

Den Käse aus dem Papier nehmen und zurück in die Schachtel legen. Mehrmals einstechen und mit Apfelsaft beträufeln. Käse 10 Minuten im Ofen backen, dann den Käse über Kreuz einschneiden und aufklappen. 10-15 weitere Minuten backen.

Den Apfel in dünne Scheiben schneiden und in den Käse dippen. Brotscheiben und Walnüsse passen ebenfalls dazu.


dieser beitrag entstand in zusammenarbeit mit dem Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie.


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Dienstag, 30. März 2021

Dinner della casa 〖Linsenbolognese〗

ich liiiiebe nudeln, schon immer. und ich kenne niemanden, der keine pasta mag. so ein teller nudeln ist einfach das beste soulfood und unheimlich vielseitig, stimmts? im fall von linsenbolo war ich zunächst allerdings ziemlich skeptisch. linsen und nudeln sind jetzt auf den ersten blick nämlich keine sexy kombination für mich. ich habs dann trotzdem mal gewagt und ausprobiert. was soll ich sagen? klarer fall von großer liebe auf den zweiten blick (und die erste gabel).


ich weiß, linsenbolo ist momentan (und auch schon länger) in aller munde. und ich habe auch überlegt, ob es wirklich noch ein rezept dafür braucht. offensichtlich habe ich mich dafür entschieden. warum? mein rezept geht total schnell. wenn du multitasking fähig bist, hast du in der gleichen zeit, in der die nudeln kochen, alles fertig gekocht. das bedeutet in unter 15 minuten. solche rezepte braucht die welt auf alle fälle, wenn du mich fragst. und dann kommt noch dazu, dass auch das kind diese kombi sehr liebt. es ist also ein richtiges family dinner. und von solchen rezepten kann man nicht genug haben, finde ich.



Linsenbolognese


(2 Portionen)

ca. 250g Spaghetti, je nachdem wie groß der Hunger ist

1 Dose Linsen

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

3 EL Tomatenmark

1 EL Paprikapulver edelsüß

Oregano

Basilikum

Rosmarin

etwas Suppenwürze

Salz, Pfeffer

Olivenöl

 

frisch geriebener Parmesan

 

Zwiebel fein würfeln, Knoblauchzehe in Scheibchen schneiden. Linsen abgießen und gründlich mit kaltem Wasser abspülen. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebelwürfel und Knoblauch darin goldgelb anbraten. Linsen zugeben und kurz mitbraten. Tomatenmark einrühren und mit Wasser aufgießen, so dass eine sämige, nicht zu dünne Sauce entsteht. Paprika und Gewürze zugeben, mit etwas Suppenpulver, Salz und Pfeffer abschmecken und einige Minuten einkochen lassen. Währenddessen die Pasta al dente kochen. Mit frisch geriebenem Parmesan servieren.