Dienstag, 12. Dezember 2017

Es weihnachtet! 〖Vanille-Zimt-Gugelhupf〗


breaking news! heuer gibts endlich mal weiße weihnachten!! heiligabend ist gerettet! glaubst du nicht? ich auch nicht. aber zumindest auf dem kuchenteller rieselt der schnee. weiß soweit das auge reicht: in berg- und tallagen, überall feinster staubzuckerschnee. selbst ist die frau - auf frau holle ist ja seit jahren kein verlass. ich wünsche mir jedes jahr winterwonderland vom feinsten und wäre auch  mit wenigen flocken oder sogar mit schneegatsch zufrieden, aber ehrlich gesagt kann ich mich gar nicht mehr richtig an weiße weihnachten erinnern. ich muss noch ziemlich jung gewesen sein... momentan befürchte ich wettertechnisch für weihnachten 2017 das schlimmste. vor 2 oder 3 jahren hatten wir am heiligen abend gegen 22:00 uhr herrliche äußerst seltsame 17 grad. quasi ein lauer spätsommerabend war das. weihnachtsföhnsturm inklusive. dislike! und gerade wiederholt sich das ein bisschen. 16 grad hatten wir gestern. pfui.


bei diesem gugelhupf kommt dafür hyggeliges gefühl ohne ende auf. das mag an mir und meiner übermäßigen weihnachtlichen vorfreude liegen, aber ich bezweifel es. es MUSS ganz einfach am fluffigsten marmorkuchen der welt liegen, der mit einer extraportion vanille sowie zimt ganz hervorragend und gemütlich schmeckt. ich habs ausführlich getestet, beziehungsweise bin ich gerade noch dabei. während ich diese zeilen einhändig tippe, halte ich nämlich in der anderen hand ein großes stück vom gugelhupf (und brösle ganz nebenbei die tastatur voll, aber wozu hat man schließlich einen staubsauger?). du solltest es mir nachmachen. ähm, das mit der tastatur und den bröseln aber lieber nicht.


gugelhupf gehört ja zu den klassikern unter den kuchen. und wenn die form schön ausgebuttert ist, ist die freude groß. wenn nicht - du kannst es dir denken, oder hast eventuell selber schon den einen oder anderen gugelhupf kataklysmus erlebt. richtig gut klappt es mit flüssiger butter oder einem backtrennspray. den finde ich eigentlich etwas seltsam, aber für gugelhupf ist es doch ganz praktisch. vor allem, wenn die form etwas verschnörkelt ist, so wie in meinem fall.


Vanille-Zimt-Gugelhupf


(für eine große Guglhupfform, ich nehm diese hier: klick*)

5 Eier
200g Zucker
100ml warmes Wasser
100ml Öl
1/2 Vanilleschote
200g Mehl
2 TL Backpulver
1 gehäufter EL Kakaopulver
1 EL Zimt

Backrohr auf 165° Heißluft vorheizen.
Gugelhupfform sehr sorgfältig einfetten (für meine form verwende ich einen backtrennspray) und nach Belieben mit Mehl bestäuben.
Eier trennen, Eiweiß steif schlagen. Dotter mit dem Mark der halben Vanilleschote und warmem Wasser sehr schaumig rühren. Zucker einrieseln lassen und weitermixen. Öl zugeben und erneut vermixen. Mehl und Backpulver auf die Masse sieben und mit dem Schneebesen unterheben. Eischnee ebenfalls vorsichtig unterheben. Die Hälfte der Masse abteilen und Kakaopulver (evtl. sieben) und Zimt unterheben. Teig abwechselnd in die Form füllen und nach Belieben verquirlen. Gugelhupf ca. 40 Minuten backen - Stäbchenprobe nicht vergessen. Kuchen 15 Minuten in der Form auskühlen lassen und dann mit Gefühl auf ein Kuchengitter stürzen.


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Sonntag, 10. Dezember 2017

In der Weihnachtsbäckerei 〖Espresso-Walnuss-Plätzchen〗


wie du vielleicht weißt, müssen meine weihnachtskekse sehr klein sein. erstens, weil filigrane kekse meiner meinung nach eleganter aussehen, zweitens weil man bei minikeksen mehrere probieren kann. bei ausstechplätzchen ist das manchmal ein spießroutenlauf bis zum miniausstecher in der gewünschten form. alle sorten, bei denen man kugeln formen muss, sind da äußerst dankbar. die kann man, was die größe betrifft, easy an die persönlichen vorlieben anpassen. außerdem bleiben keine reste übrig - das mag ich auch gern. ausstechteig kann man ja nicht immer beliebig oft zusammenkneten...


ziemlich praktisch finde ich auch, wenn die kekse quasi fertig aus dem rohr kommen. ich habe nämlich nicht immer die muse noch unendlich zu verzieren. wenns nach mir geht, muss es schnell gehen - minimaler input, maximaler output sozusagen. bei diesen espresso-walnuss-plätzchen müssen nur schnell 2 passende hälften zusammengeklebt werden. das ist drin. 
in der weihnachtszeit verschenke ich auch gerne mal ein tütchen mit weihnachtskeksen. es müssen überhaupt nicht viele sein - einige wenige reichen oft schon und machen ordentlich was her.



Espresso-Walnuss-Plätzchen

(ca. 100 sehr kleine fertige Plätzchen)

150g Butter
150g brauner Zucker
330g Mehl
2 Eier
2 TL Backpulver
90g grob geriebene Walnüsse
2 EL Espressopulver

2 EL geriebene Walnüsse zum Wälzen
2 EL Nutella zum Zusammenkleben

Backrohr auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen.
Butter und Zucker cremig rühren. Mehl und Backpulver mischen und unterrühren. Espressopulver und Walnüsse untermengen (geht am besten mit dem flachrührer oder einem gummispatel). Sehr kleine Kügelchen (max. haselnussgroß) formen und in geriebenen Walnüssen wälzen. Mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und 8-10 Minuten backen.
Nutella mit einem Löffel cremig rühren und in einen Spritzbeutel füllen. Die Spitze ganz klein abschneiden und das Nutella auf die Hälfte der Plätzchen aufspritzen. Die Hälften zusammenkleben und luftdicht verpackt kühl aufbewahren.

das rezept habe ich letztes jahr bei Maras Wunderland gefunden und für mich abgewandelt.


wie schauts aus - hast du noch lust auf weitere keksrezepte? oder bist du schon fertig mit der weihnachtsbäckerei?




Dienstag, 5. Dezember 2017

Advent, Advent... 〖Zimtbrezeln〗


liebst du es auch, selbstgemachtes zu verschenken? manchmal bleibt nicht viel zeit und es muss was flottes und trotzdem tolles her. am besten was neues, die heiße schokoladenmischung gabs letztes jahr, glühweinsirup davor und müsli auch schon mal. kommt dir bekannt vor? jep, mir auch. darum sammle ich auch schon das ganze jahr über fleißig ideen.


die einfachsten ideen sind manchmal die besten, finde ich. darum habe ich diesen zimtbrezeln mal eine chance gegeben. kann ich dir ans herz legen. erstens stehe ich ja total auf die kombination von salzigem mit süß. so wie damals bei diesen unheimlich köstlichen salzkaramellen. mental note: die sollte ich auch mal wieder machen... so, und zweitens der zeitfaktor. nichts geht über minimalen aufwand und maximalen output.


Zimtbrezeln


200g Mini-Salzbrezeln
120g brauner Zucker (meiner war grob)
2 EL Zimt
1 Eiweiß

Backrohr auf 160° Heißluft vorheizen.
Zucker und Zimt mischen. Eiweiß in einer großen Schüssel mit dem Schneebesen ca. 5 Sekunden kräftig rühren. Es sollen Luftblasen entstehen, aber noch kein richtiger Schaum. Die Brezeln untermischen (geht am besten mit einem gummispatel) und sehr gut durchrühren. Zimtzucker dazugeben und alles vermengen, so dass alle Brezeln von Zimtzucker überzogen sind. Die Brezeln auf 2 mit Backpapier ausgelegten Blechen verteilen (nicht übereinander, nur nebeneinander) und 20 Minuten backen. Die Zimtbrezeln luftdicht verpackt aufbewahren.

ich mag in dem fall sehr gerne braunen zucker. wie beschrieben - meiner war richtig, richtig grob. aber das passte hier grade so schön. die brezeln sollen ja auch knuspern.


Sonntag, 3. Dezember 2017

In der Weihnachtsbäckerei 〖Kokoswürfel〗


wie läufts bei dir und der weihnachtsbäckerei so? oder besser: bäckst du noch, oder mampfst du schon? wir sind team mampfer ab dem 1. advent. das kam so: früher (bis vorletztes jahr eigentlich)  durfte man weihnachtskekse erst am heiligen abend während oder nach der bescherung kosten. natürlich dachte man ich aber immer, dass sie eigentlich vorher im advent um längen besser schmecken würden. ausgelöst durch unseren letztjährigen marokko-urlaub in den weihnachtsferien, musste ich diese theorie überprüfen (sonst hätten wir an ostern noch weihnachtskekse geknabbert). und ja, es stimmt. kekse in der vorweihnachtszeit verströmen gleich stimmung und vorfreude. darum ist das jetzt die neue tradition bei uns. kekse ab dem 1. advent und zwar jedes jahr.


es hat noch zumindest einen großen vorteil, wenn die weihnachtsbäckerei bereits zu beginn des advents abgeschlossen ist: es ist ERLEDIGT und ich kann mich die restlichen wochen ausruhen, freuen und auf weihnachten einstimmen. und nur noch das backen, worauf ich lust habe. nicht, dass ich auf kekse keine lust hätte, nur backe ich sie nicht mit wahnsinniger leidenschaft. aber klar, wenn ich das ergebnis dann am teller sehe, bin ich meistens schon begeistert. mit dem heurigen resultat bin ich sogar sehr zufrieden, so dass ich dir auch ein paar sorten zeigen möchte. es folgen also in kürze zumindest 2 weitere rezepte. mal schauen, vielleicht werden es sogar noch mehr. 


am liebsten mag ich die sorten, die quasi fertig aus dem ofen kommen. diese kokoswürfel (der name kommt übrigens nur vom kokos oben drauf) gehören da zwar nicht dazu, aber die zusätzliche arbeit hält sich in grenzen, sie schmecken saftig und sind ziemlich hübsch. das auge isst ja immer mit, aber beim keksteller ist mir optik besonders wichtig. 



Kokoswürfel


(1 Blech / 100 Stück)

125g Staubzucker
60g Butter
2 Dotter
einige Tropfen Rumaroma
25g Kakaopulver, ungesüßt
150g Mehl
1 EL Backpulver
125ml Milch
2 Eiweiß

Schokoladenglasur
Kokosflocken

Backrohr auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen.
Butter, Zucker, Dotter und Rumaroma cremig mixen. Mehl, Kakao und Backpulver mischen, evtl. sieben und mit der Milch unterrühren. Eiweiß steif schlagen und unterheben. Masse auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen und etwa 20 Minuten backen. Gut auskühlen lassen und dann in 2x2cm große Würfelchen schneiden. Jeden Würfel einzeln in Schokoladenglasur tunken, auf einem Gitter oder auf Backpapier leicht antrocknen lassen und mit Kokosflocken bestreuen. Wichtig ist, dass die Würfel komplett überzogen sind, sonst werden sie hart und trocken.

beim lösen der kokoswürfel vom abtropfgitter ist vorsichtg geboten, sonst reißt du gleich die glasur weg. am besten drückst du sie leicht von unten an und schiebst sie so vom gitter hoch. das klappt dann ganz einfach. wenn du die plätzchen auf backpapier abtropfen lässt, bekommen sie ein schokoladenfüßchen, das zwar den geschmack nicht stört, mir aber nicht so gut gefällt.


falls du die kokoswürfel ausprobierst, freue ich mich wenn du mir ein foto davon zeigst. und außerdem bin ich gespannt auf deine lieblingssorten und würde mich freuen, wenn du sie mir verrätst!