Montag, 11. März 2019

So klein und mit einem Haps im Mund: 〖Vanille-Madeleines mit Orangenglasur〗


aus dem leben einer foodbloggerin: 
ich habe diesen beitrag schon ewig in der blog-pipeline, bin aber bisher nicht dazu gekommen, ihn zu posten. diese madeleines gabs bereits vor wochen. nun neigt sich aber die zitrusfrüchte saison dem ende zu, und deshalb muss das rezept dringend unter die leute. du merkst also wieder einmal - nicht alles was hier auf den teller kommt, ist eine momentaufnahme aus meinem echten leben. und das passt ganz gut, weil ich mir vorgenommen habe, in der fastenzeit auf zucker zu verzichten. das fällt mir wirklich nicht leicht. man könnte mich vermutlich als zuckerjunkie bezeichnen. obwohl das jetzt auch wieder krass klingt. anyway - bisher läufts. ist auch gut so, schließlich ist noch nicht mal eine woche rum. ich muss also schnell dieses rezept loswerden, damit ich mich auf gesunde snacks konzentrieren kann. davon wirds hier in den kommenden wochen ein paar geben.
zu den madeleines:
der charakteristische goldbraune knusprige rand lässt meine madeleines erst einmal wie kekse wirken, vielleicht auch, weil die speziell klein sind. weit gefehlt - mit keksen habe diese kleinen köstlichkeiten wirklich nix zu tun. ach ja, der aufwand hält sich in grenzen und das macht sie gleich nochmal sympathischer, stimmts?


ich habe eine minibackform für madeleines, ungefähr so eine wie diese hier: klick*. die ist praktisch, die madeleines sind aber (leider) wirklich sehr klein. weil ich gerade meine liebe zu dem gebäck wieder entdeckt habe, werde ich mir wohl demnächst (aber natürlich erst nach der fastenzeit) mal eine größere form zulegen müssen. da kann man  dann zumindest zweimal abbeißen...


Vanille-Madeleines mit Orangenglasur


(für ca. 20 Mini-Madeleines)

60g Butter
50g Vanillezucker
1 Ei
1 Pr. Salz
1 TL Vanilleextrakt
75g Mehl

Glasur
2 gehäufte EL Staubzucker
1 EL frisch gepresster Orangensaft (gerne von einer Blutorange, weil die Glasur rosa wird und besonders schön ausschaut)
Abrieb einer Bio-Orange

Butter bei niedriger Temperatur schmelzen und abkühlen lassen. Ei mit Zucker, Salz und Vanilleextrakt cremig aufmixen. Mehl einsieben und vorsichtig unterheben. Die geschmolzene Butter zum Teig geben und alles verrühren, bis sich Butter und Teig verbunden haben. Den Teig in einen Spritzbeutel geben und 30-60 Minuten zum Kühlen in den Kühlschrank geben. In der Zwischenzeit die Form für die Madeleines buttern und mehlen.
Backrohr auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen.
Teig mit dem Spritzbeutel in die Mulden spritzen und die Mulden 2/3 voll füllen. Madeleines ca. 12 Minuten backen, bzw. bis die Ränder goldbraun sind. Kurz in der Form auskühlen lassen, dann stürzen und vollständig abkühlen lassen.
Für die Glasur Staubzucker mit Orangensaft verrühren, die Glasur soll ziemlich dickflüssig sein. Das bauchige Ende der Madeleines auf der Oberseite in die Glasur tunken. Orangenabrieb darüber streuen und trocknen lassen.

wenn du eine größere form hast, verdoppelst du das rezept am besten.


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Mittwoch, 6. März 2019

Eappas Guats usm Ländle 〖Crostini mit Ländle Sura Käs und warmen Trauben〗


(werbung)
meine wahlheimat Vorarlberg ist nicht nur für den besonderen dialekt, sondern auch für diverse käsespezialitäten bekannt. so zahlreich wie die käsesorten, so vielfältig sind eben auch die regionalen sprachlichen unterschiede. allein für das gewöhnliche wort "(irgend)etwas" habe ich gemeinsam mit meinen vorarlberger freunden und freundinnen zahlreiche versionen gefunden: eppas, eappas, nommas, eatz, etschas und noßas. und das waren bestimmt noch nicht alle. 


bestimmt kennst du einige käsesorten aus Vorarlberg und hattest hoffentlich auch schon die gelegenheit viele davon zu kosten. Sura Käs ist ein außergewöhnliches juwel des hiesigen käsesortiments. ich glaube es gibt wenig vergleichbares, sowohl was die konsistenz, als auch den geschmack betrifft. wie der name schon sagt, schmeckt der käse leicht säuerlich, ist in der mitte krümelig und ähnlich wie topfen, aber die hülle ist speckig wie gelee. auch sonst ist Sura Käs sehr besonders: erstens hat er quasi kein fett (nur 0,7% i. tr.) und ist kalorienarm, zweitens soll er anscheinend auch ein wundermittel gegen den kater sein. das passt ja zum ende der faschingszeit und zum beginn der fastenzeit. 


ich habe den Sura Käs mit gerösteten trauben aus dem ofen kombiniert. die trauben passen allgemein super zu käse und müssen auch nicht unbedingt warm sein. die restlichen kannst du einfach in ein schraubglas geben und ein paar tage im kühlschrank aufheben.



Crostini mit Ländle Sura Käs und warmen Trauben


geröstete Trauben
250g blaue Trauben
ein paar Thymianzweige
2 EL Olivenöl
Salzflocken

Backrohr auf 220° Heißluft vorheizen.
Trauben von den Stielen lösen, sorgfältig waschen, trocken tupfen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen (dann musst du weniger abwaschen). Olivenöl darüber träufeln und die Trauben mit den Händen durchmengen. Ein paar Thymianzweige abzupfen und die Blättchen und restlichen Stiele auf den Trauben verteilen. Mit Salzflocken bestreuen und 10-12 Minuten (oder etwas länger, je nach größe der trauben) im Ofen rösten, bis die Trauben zu platzen beginnen.

Sura Käs Aufstrich
250g Ländle Magertopfen*
100g Ländle Sura Käs*
1 Knoblauchzehe
Salz
Pfeffer
1/2 TL gemahlener Kümmel

Sura Käs mit der Gabel zerdrücken und mit dem Topfen verrühren. Knoblauchzehe pressen und untermengen. Mit Salz, Pfeffer und Kümmel abschmecken.

Für die Crostini einige Kornbaguette-Scheiben leicht toasten und mit dem Aufstrich bestreichen. Die warmen Trauben darauf verteilen und mit Thymianzweigen belegen.


*dieser beitrag entstand mit freundlicher unterstützung von Vorarlberg Milch.

Montag, 25. Februar 2019

Snack Attack! Eine Kleinigkeit um die Lunchbox aufzupeppen:〖Granola Bars mit Mandeln〗


ich bin eigentlich immer auf der suche nach gesunden snacks, die ich dem mann und mir in die lunchbox packen kann. es macht mir total viel spaß neue kleinigkeiten auszuprobieren und leckere jausenboxen zu packen. müsliriegel oder hipsterdeutsch granola bars sind ideal, allerdings enthalten sie ganz oft sehr viel zucker und andere unnötige beigaben, auf die ich gerne verzichten kann. meine granola bars sind zwar nicht zuckerfrei, aber ich verzichte auf raffinierten zucker und verwende stattdessen ahornsirup. der besteht "nur" zu ca. 60% aus zucker. die granola bars sind übrigens zufällig auch vegan, falls das für dich wichtig ist. hauptsächlich sind sie aber ausgezeichnet.


wenn du, wie ich, selbermachen grundsätzlich toll findest, ist das eigentlich schon grund genug, eigene müsliriegel produzieren zu wollen. ein anderer vorteil ist eben, dass du selber bestimmen kannst, was alles rein soll. getrocknete früchte, nüsse, chocolate chips - whatever you want. meine variante schmeckt ein bisschen karamellig, sehr nussig oder besser mandelig und durch die groben haferflocken hat man ordentlich zu kauen. deshalb habe ich relativ dünne riegel abgeschnitten. so ein kleiner riegel langt leicht als zugabe in der lunchbox. natürlich kannst du einfach selber bestimmen, welche form du deinen granola bars geben magst.



Granola Bars mit Mandeln


100g Mandelbutter
80ml Ahornsirup
3 Datteln
1 TL Vanilleextrakt (wenn du magst)
170g grobe Haferflocken
80g grob gehackte Mandeln
35g Sesam

Mandelbutter, Ahornsirup, Datteln (entkernt natürlich) und Vanilleextrakt im Blender glatt mixen. Haferflocken, Mandeln und Sesam in einer Schüssel vermischen und mit der gemixten Mischung vermengen. Das ist eine klebrige Angelegenheit und geht am besten mit einem Gummispatel oder den Händen. Eine Auflaufform etwas einölen und die Masse fest hinein drücken. Für 2 Stunden in den Kühlschrank geben, anschließend mit einem Messer vorsichtig vom Rand lösen und auf ein Brett stürzen. In Riegel (Granola Bars) schneiden und am besten luftdicht verpackt im Kühlschrank aufbewahren.

falls du die mandelbutter, so wie ich, selbermachen möchtest, notier ich dir hier noch meine anleitung. rezept kann man das nämlich wirklich nicht nennen, so einfach wie das geht. die mandeln müssen geröstet sein, dann klappt es wunderbar und du musst nichts weiter zugeben, wenn dein blender stark genug ist. ich habe diesen hier: klick*


Mandelbutter


100g Mandeln

Mandeln im Backrohr bei 170° 8-10 Minuten rösten, dann etwas abkühlen lassen. Im Hochleistungsblender ca. 1 Minute bei mittlerer bis hoher Geschwindigkeit cremig mixen.


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Mittwoch, 20. Februar 2019

Wie das duftet! 〖Knuspriges Brot mit Sonnenblumenkernen und Leinsamen〗


es ist mal wieder zeit für selbstgebackenes brot. erstens weils schmeckt, und zweitens weil echt einfach ist. und das erfolgserlebnis des ersten selbstgebackenen brotes ist unschlagbar. eigentlich nicht nur des ersten. jedes mal wenn ein laib brot den ofen verlässt und auch schon vorher, wenn es anfängt zu duften, bin ich restlos begeistert. und von so einfachen brotrezepten kann man nicht genug haben, deshalb probiere ich immer wieder sehr gerne neue aus. brotrezepte abzuwandeln ist ganz einfach - ein paar körner dazu (oder weglassen), gewürze austauschen und schon ist es ein völlig anderes endprodukt. trau dich einfach!


in unserem kleinen haushalt ist ein so großer laib brot immer viel zu viel. ich backe trotzdem ab und zu am wochenende gern ein großes brot. ich schneide es dann in scheiben und friere es ein. so geht das auftauen schneller und der mann bekommt dann bei bedarf unter der woche ein lunchpaket mit frischem brot. ganz stressfrei. gut, oder? und nachdem ich gelesen habe, dass die suchanfragen zu selbstgebackenem brot bei pinterest um über 400% gestiegen sind, gehe ich ganz optimistisch einfach mal davon aus, dass du auch an brotrezepten  interessiert bist.



Knuspriges Brot mit Sonnenblumenkernen und Leinsamen


250g Weizenmehl
100g Roggenmehl
100 Weizenvollkornmehl
1 Pckg. Trockenhefe
1 EL Sauerteigextrakt (das ist ein trockenes pulver)
75g Sonnenblumenkerne
25g Leinsamen
1 EL Koriandersamen
2 TL Salz
70g Honig
320ml warme Milch

Mehl, Hefe, Sauerteig, Körner, Koriandersamen und Salz mischen. Warme Milch und Honig zugeben und alles in der Küchenmaschine bei mittlerer Geschwindigkeit 6-8 Minuten verkneten. Der Teig löst sich von der Schüssel und wird geschmeidig. Teig zu einer Kugel rollen und in der Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt 1 Stunde gehen lassen. Teig langwirken: Die Teigkugel flachdrücken, links und rechts zur Mitte einschlagen und den oberen Rand herunterklappen. Fest andrücken und Teig einrollen. (bei youtube gibts zeitlupen dazu.) Ein (längliches) Gärkörbchen mit Mehl ausstäuben und den Teig mit dem Verschluss nach oben hineinlegen. Alternativ kann der Teig auch in einer Kastenform gebacken werden. Diese einfetten und mit Mehl ausstauben, und den Teig mit dem Verschluss nach unten hineinlegen. Mit einem Tuch abgedeckt nochmal mind. 30 Minuten gehen lassen. Der Teig soll sich merklich vergrößern. 
In der Zwischenzeit das Backrohr auf 230° Ober-/Unterhitze vorheizen. Dabei eine Metallschüssel oder ein Blech am Boden mitaufheizen.
Den Teig aus dem Gärkörbchen vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Blech stürzen und leicht schräg zweimal einschneiden. Falls eine Kastenform verwendet wird, nicht stürzen, nur einschneiden. Das Blech in den Ofen schieben und ca. 100ml Wasser in die Schale am Boden schütten. Backrohr sofort schließen und 5 Minuten anbacken. Dann die Tür öffnen und den Dampf ablassen. (so bildet sich die knusprige kruste.) Temperatur auf 200° reduzieren und das Brot weitere 40-45 Minuten backen. Sollte es zu dunkel werden, die Temperatur auf 180° verringern. Das Brot ist fertig, wenn es hohl klingt, wenn du auf die Unterseite klopfst.