Samstag, 19. Oktober 2019

Es herbstelt - und darum ist endlich wieder Lieblingskuchen-Zeit! 〖Apple Pie, wenn du magst sogar ganz ohne Zucker〗


zuckerfreier kuchen klingt nicht wahnsinnig sexy, oder? dafür aber gesund, ohne schlechtes gewissen (falls du davon bei konsum von süßem ab und zu geplagt wirst) zu genießen und möglicherweise etwas langweilig. mein apple pie ist nicht nur very sexy, sondern auch köstlich, fruchtig apfelig, gar nicht fad und schon deshalb mein neuer lieblingskuchen. und das obwohl ich nicht als freundin des gemeinen apfels bekannt bin. im gegenteil. äpfel finde ich ziemlich langweiliges obst und ich hasse es von einem apfel abzubeißen. warum? no idea. apfelmus, apfelkuchen und co liebe ich nämlich. hast du auch solche - nennen wir es "special effects"?


kuchen mit mürbteig liebe ich sowieso. und da kannst du auch schon zucker reduzieren oder ganz einsparen, wenn du willst. mürbteig kommt nämlich hervorragend ohne aus, natürlich ein bissl abhängig davon, was oben als belag drauf kommt. in meinem fall sind das apfelmus (zuckerfrei und selbstgemacht) und apfelspalten - beides von haus aus süß genug. und so ein apple pie passt natürlich auch perfekt in den herbst, oder?



Apple Pie


(für eine Tarteform ∅ 20cm)

Mürbteig
200g Mehl
1 Msp. Backpulver
1 Pr. Salz
1 EL Zucker (wenn du zuckerfrei backen willst, lässt du den zucker einfach weg)
100g Butter
1 Ei

Apfelmus
3 Äpfel
1 Zimtstange
Mark von ½ Vanilleschote

2-3 Äpfel, gerne säuerlich
Ahornsirup nach Belieben

Für den Mürbteig Mehl mit Backpulver, Salz und evtl. Zucker mischen. Butter in kleinen Stückchen zugeben und mit den Händen abbröseln. Ei zugeben und alles rasch zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.
In der Zwischenzeit das Apfelmus vorbereiten:
Die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. In einem Topf mit ca. 80ml Wasser, Vanillemark und Zimtstange aufkochen und dann sanft köcheln lassen, bis die Apfelstücke weich sind. Zimtstange entfernen und mit dem Stabmixer glatt mixen.
Backrohr auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen.
Tarteform ausbuttern. Teig auf wenig Mehl ausrollen (am besten mit folie abdecken und dann ausrollen) und in die Form geben. Ich schlage den Teig über den Teigroller und hebe ihn so in die Form. Apfelmus mind. 1cm dick darauf verteilen. Äpfel waschen und entkernen, dann in dünne Scheiben schneiden und dekorativ auf dem Apfelmus anordnen. Ca. 30 Minuten, oder bis der Apple Pie am Rand goldbraun ist, auf der 2. Schiene von unten backen. Nach Belieben kurz vor Ende der Backzeit die Apfelscheiben mit Ahornsirup bepinseln und fertig backen.

zum apple pie esse ich übrigens am liebsten einen klecks sauerrahm (oder joghurt) mit ein paar tropfen ahornsirup. so gut!

Samstag, 5. Oktober 2019

Schokolade zum Frühstück 〖Schokoknoten〗


ganz lange war das frühstück in unserem haushalt ein ziemliches stiefkind unter den mahlzeiten. mittlerweile versuchen wir aber regelmäßig dem gemütlichen frühstück zu frönen, vor allem natürlich sonntags. dafür backe ich dann gerne eine kleinigkeit, der mann pochiert eier, es gibt zum beispiel avocado toast, selbstgemachte marmeladen und andere leckereien. stichwort backen: kürzlich habe ich die üblichen kanelbullar mal nicht mit zimt und zucker gefüllt, sondern mit nutella (einfach weil wunderlicherweise kein zimt im haus war). mama mia, das war kein fehler!


diese kleinen knoten können also mit ungefähr allem gefüllt werden, was dir schmeckt. beerenmarmelade passt auch ganz hervorragend, finde ich. solche rezepte liebe ich ja grundsätzlich - je mehr spielraum für individuelle vorlieben, desto besser.



Schokoknoten


(10 Stück)

200g Mehl

25g Zucker
1 Pckg. Trockenhefe
1 Ei
30g Butter
60ml Milch


3-4 EL Nutella
grob gehackte Haselnüsse


Mehl, Hefe und Zucker vermischen. Milch erwärmen und die Butter darin schmelzen. Ei und Milchmischung zu den trockenen Zutaten geben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Teigschüssel mit Frischhaltefolie abdecken und an einem warmen Ort (zum beispiel im backrohr bei maximal 45°) mindestens 30, besser 60 Minuten gehen lassen. Der Teig soll sich etwa verdoppelt haben.

Für die Füllung das Nutella ganz leicht erwärmen - das geht gut in der Mikrowelle oder über dem Wasserbad, so dass das Nutella etwas flüssiger und somit streichfähiger wird.
Den Teig rechteckig ausrollen und mit Nutella bestreichen. Dann den Teig zusammenklappen, so dass ein langes schmales Teigstück entsteht. Leicht mit dem Nudelholz darüber rollen und andrücken. Etwa 10 Streifen vom Teig abschneiden. Jeden Streifen der Länge nach mit dem Messer einschneiden, aber nicht durchschneiden (sieht dann mit viel fantasie aus wie eine hose). Die Teigstreifen leicht verdrehen und verknoten (freestyle ist perfekt!) und dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Schokoladige Finger sind vorprogrammiert. Mit grob gehackten Haselnüssen bestreuen und diese leicht andrücken. Die Knoten weitere 30 Minuten gehen lassen, wenn du Zeit hast, sonst gleich backen.
Backrohr auf 180° vorheizen.
Schokoknoten ca. 10 Minuten, oder bis sie goldbraun sind, backen.


Montag, 30. September 2019

Ich verlängere ganz einfach den Sommer! 〖Miniflammkuchen mit Tomaten〗


ich muss zugeben, wettertechnisch drängt sich der herbst schon so richtig auf, aber ich verlängere heute trotzdem den sommer. jedenfalls kulinarisch. es gibt nämlich schon noch so richtig gute tomaten, und die sind für mich der inbegriff von sommer-soulfood. in meiner bio-gemüsekiste finde ich momentan jede woche eine ganz tolle auswahl an tomaten und tomätchen, die hervorragend auf diese kleinen flammkuchen passen. vielleicht hast du sogar noch welche im garten, auf dem balkon oder der terrasse, die nur darauf warten, geerntet zu werden? das wäre natürlich am allerbesten.


übrigens: falls du bereits nur noch eher fade tomaten auftreiben kannst, finde ich, dass auch eher geschmacksneutrale tomaten von der "behandlung" im backrohr profitieren und ordentlich an geschmackspower zulegen.

keine sorge, fritz hat seine nase nicht noch weiter in richtung flammkuchen gestreckt!

Miniflammkuchen mit Tomaten


Teig
200g Mehl
1 Dotter
2 EL Olivenöl
100ml Wasser
1 Pr. Salz

Belag
200g Ricotta
100g Parmesan, gerieben
75g würziger Käse, gerieben
1 Knoblauchzehe
Tomaten nach Wahl
Oregano
Thymian
Basilikum
Olivenöl
Pfeffer
grobes Salz

1 Eiweiß
Zwiebelsamen (oder Schwarzkümmel oder Nigella Seeds)

Für den Teig alle Zutaten miteinander zu einem geschmeidigen Teig verkneten und kurz zugedeckt rasten lassen.
Backrohr auf 210° Heißluft vorheizen.
In der Zwischenzeit den Belag vorbereiten: Ricotta, Parmesan und Käse verrühren und den gepressten Knoblauch unterrühren. Tomaten nach Belieben und Größe in Scheiben oder Stücke schneiden. Teig ausrollen und in kleinere Flammkuchenstücke schneiden. Mit Ricottamischung bestreichen und die Ränder einklappen. Tomaten darauf verteilen, die Ränder mit Eiweiß bepinseln und mit Zwiebelsamen bestreuen. Flammkuchen 20-25 Minuten knusprig backen, die Backzeit kann je nach Größe variieren.
Nach dem Backen mit frischen Kräutern, Salz und Pfeffer bestreuen und mit etwas Olivenöl beträufeln.

Montag, 23. September 2019

Es herbstelt! 〖Schokogugelhupf mit Chai-Glasur〗


kuchen gabs hier wirklich schon lange nicht mehr - es wird also höchste zeit für ein neues rezept. da ich eine schwäche für schöne backformen habe, liebe ich gugelhupf besonders. zugegeben, so ein gugelhupf kann einen schon ganz schön frustrieren. wenn man die form nicht sorgfältig ausbuttert, passiert ganz schnell ein malheur. zerbrochener gugelhupf schmeckt zwar trotzdem, ist aber halt nicht schön. und das ist mir wirklich schon das eine oder andere mal passiert. bäh. aus fehlern lernt man bekanntlich, deshalb buttere ich immer wie ein haftelmacher und investiere in hochwertige backformen.


heute gibts einen schokoladigen gugelhupf, der durch besondere fluffigkeit überzeugt. kaffee im teig sorgt für das gewisse extra an aroma, aber das wirkliche i-tüpfelchen auf diesem gugelhupf ist die glasur mit feiner chainote. chai latte ist eines meiner lieblingsgetränke, natürlich am liebsten kalt. und chai passt sowohl zu schokolade, als auch zum herbst. und der beginnt ja in diesen tagen. also alles tipptopp.



Schokogugelhupf mit Chai-Glasur


(für eine Form mit ca. 1,4l Fassungsvermögen, ich verwende diese Form: klick!*)

165g Mehl
120g Zucker
45g Kakaopulver, gesiebt
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1 Pr. Salz
80ml Rapsöl
2 Eier
160ml Kaffee
120g Joghurt

(wenn deine gugelhupfform größer ist, kannst du einfach bei allen zutaten 1/3 dazu rechnen.)

Glasur
Chaitee
Teebeutel
etwas Milch
Staubzucker, gesiebt

Backrohr auf 175° Ober-/Unterhitze vorheizen.
Eine Gugelhupfform sorgfältig ausbuttern und mit Mehl oder Kakao ausstäuben. Die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. Die feuchten Zutaten ebenfalls miteinander mischen. Dann alles mit dem Schneebesen zusammenrühren und anschließend den Teig in die Gugelhupfform gießen. Mit der Form ein paar Mal auf die Arbeitsplatte klopfen, damit Luftblasen im Teig platzen. Im vorgeheizten Backrohr 40-45 Minuten auf der 2. Schiene von unten backen (bei mir hats genau 42 minuten gedauert). Gugelhupf 10 Minuten in der Form abkühlen lassen und dann zum Auskühlen auf ein Gitter stürzen.

Für die Glasur die Milch erwärmen und den Chaitee im Teebeutel darin ziehen lassen. Ich verwende losen Tee, den ich in Israel gekauft habe. Natürlich kannst du auch einen fertigen Teebeutel verwenden, falls du einen hast. Staubzucker sieben und mit wenig Chai-Milch verrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Den ausgekühlten Gugelhupf damit nach Belieben dekorieren.


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