Sonntag, 10. April 2016

Cheers 〖Rhubarb Blush〗

stell dir das mal vor: ich habe mit über dreißig das erste mal rhabarber gegessen. und das beste ist, ich weiß nicht mal warum ich so lange damit gewartet habe. ich erinnere mich nämlich noch dunkel daran, dass bei meinen eltern im garten ganz weit unten (der garten ist riesig), neben dem komposthaufen, rhabarber wuchs. besonders beliebt scheint der aber nicht gewesen zu sein, es gab schließlich nie welchen. das war vermutlich noch zu zeiten, als man rhabarber ausschließlich als faseriges kompott kannte, das es bei großmüttern gab. auf der dessert-horror-rangliste gleich nach vanillepudding mit himbeersirup. meine rhabarberliebe kam jedenfalls mit dem bloggen. vor ein paar jahren sah ich plötzlich überall rhabarberiges. natürlich musste ich dann auch welchen kaufen und damit experimentieren. am liebsten mag ich rhabarbersirup. der ist so schön vielseitig.


mit den ersten wärmeren tagen steigt bei uns auch gleich die lust auf abende mit freunden, bbq und sommerdrinks. das könnte daran liegen, dass wir im sommer meistens für einige wochen verreisen. da müssen wir die sonnigen tage, die wir daheim verbringen, immer so gut wie möglich ausnutzen. die terrasse wird sozusagen das outdoor-wohnzimmer.


während sich der mann um das bbq kümmert, bin ich immer auf der suche nach neuen trend-sommergetränken. und ganz ehrlich - der rhubarb blush hat absolut das zeug dazu. "blush" deshalb, weil er eine zartrosa farbe hat. und wenn man zuviele davon trinkt, werden die bäckchen vielleicht auch rosig...


Rhubarb Blush


Minzblätter
2cl Rhabarbersirup
4cl Gin
1 Spritzer Limettensaft
Soda
Eiswürfel
1 Zweig Minze

Einige Minzblättchen abzupfen und mit dem Sirup und dem Limettensaft in ein Glas geben. Die Minzblättchen mit einem Stößel (oder holzkochlöffel) zerstampfen und alles gut vermischen. Eiswürfel ins Glas geben, mit Soda aufgießen und mit Minze dekorieren.

ich habe für die optik noch einige gefrorene rote trauben ins glas gegeben. rhubarb blush schmeckt übrigens auch ohne gin sehr köstlich und erfrischend. und das rezept für den rhabarbersirup verrate ich dir natürlich auch noch:

Rhabarbersirup
(ca. 350ml)

250g roter Rhabarber
100g Zucker
300ml Wasser

Rhabarber waschen (nicht schälen!) und in kleine Stücke schneiden. Mit Zucker und Wasser aufkochen. So lange köcheln lassen, bis die Rhabarberstücke zerfallen. Den Saft durch ein feines Sieb gießen. Die Rhabarberreste sehr gut ausdrücken. Den Saft noch einmal aufkochen, dann abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.

der sirup wird nur so wunderbar rosa, wenn du roten rhabarber verwendest. wenn er grün ist, schmeckt der sirup zwar trotzdem, die farbe ist aber nicht so toll.


ich bereite am liebsten kleinere mengen an sirup zu und habe dafür eine größere auswahl vorrätig. da experimentiere ich auch gerne mal. letztes jahr gabs rhabarber-thymian-sirup. und später will ich heuer in die beerensaison einsteigen. mir schwebt da ein brombeer-rosmarin-sirup vor, der sich als sommerspritzer hervorragend machen wird. voher genieße ich aber erst noch die rhabarberzeit. cheers!




Freitag, 1. April 2016

Schokolade, Schokolade〖Gâteau au chocolat〗

manchmal gibt es situationen, in denen es noch mehr spaß macht, sich foodbloggerin nennen zu können. zum beispiel wenn du in deinem posteingang eine email findest, deren inhalt dich von schokoladenkuchen, chocolate martins, luxuriösen chocolate chip cookies oder mousse au chocolate träumen lässt. ich mein, es soll ja leute geben, die keine schokolade mögen, aber ich kenne niemanden. und ich gehöre ja sowieso definitiv nicht dazu. natürlich dreht sich in meinem leben aber nicht alles um süßes, auch wenn es hier am blog ab und zu so wirkt. im gegenteil. wenn ich allerdings zum mixer greife, muss es schon irgendwie besonders sein. nullachtfünfzehn interessiert mich nicht.



das war einer der gründe, warum ich mich über die anfrage von Lindt* sehr gefreut habe. die schokolade ist für mich was ganz besonderes, weil sie mich an meine kindheit erinnert. da habe ich zu ostern immer von den goldenen häschen mit dem roten halsband und dem glöckchen geträumt. die tafeln, die ich dann von Lindt bekommen habe, haben mich nicht enttäuscht. diese edelbitter mousse sorten haben es echt in sich und schmecken köstlich.


so gut die schokolade einfach so auch schmeckt, ich musste gleich an diesen gâteau au chocolat denken, den ich vor kurzem in london am borough market probiert habe.


natürlich könntest du für dieses törtchen alle schoko-osterhasen einschmelzen, die noch übrig sind, aber mir gefällt die vorstellung besser, für etwas so "exklusives" ganz besondere schokolade zu verwenden. ich backe nicht oft mit so viel schokolade und butter, deshalb gilt da auf jeden fall das motto "wenn schon, denn schon".


für das gewisse etwas habe ich die edelbitter mousse orange verwendet. ein bisschen orangenschalenabrieb verstärkt die orangennote des törtchens. wenn das nicht wirklich dein ding ist, kannst du einfach eine andere sorte von lindt verwenden.

Gâteau au chocolat


3 Eier
100g Zucker
Abrieb von 1 Orange (nicht unbedingt nötig)
150g Schokolade 70% Kakaogehalt, z.B. Lindt Edelbitter Mousse Orange
150g Butter (in meinem Fall gesalzen)
60g Mehl

Kakaopulver

Backrohr auf 200° Ober-/Unterhitze vorheizen.
Eine kleine Form (ca.18cm ∅) mit Backpapier auslegen oder buttern und mehlen.
Eier, Zucker, Orangenabrieb und Mehl verrühren. Schokolade mit 3 EL Wasser schmelzen. Butter in einer separaten Schüssel schmelzen und dann in die Schokolade einrühren. Schokoladenmischung unter die restlichen Zutaten mischen und gut verrühren. Teig in die vorbereitete Form gießen und
im vorgeheizten Backrohr ca. 20-25 Minuten backen, je nachdem wie flüssig du den Kern möchtest. Vor dem Servieren mit Kakaopulver bestreuen.


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Samstag, 26. März 2016

Happy Easter 〖Superfood Easter Eggs〗

jaja, zuerst meldet sie sich wochenlang gar nicht, und dann gleich 2x hintereinander. was soll ich sagen? man muss die feste feiern, wie sie fallen, beziehungsweise die ideen umsetzen, wenn sie einem einfallen. und gestern beim einkaufslisten-schreiben kam mir so eine idee: wie wärs eigentlich, kleine energiebällchen in ostereier-form zu bringen? joa. toll wärs. gedacht, gemacht. natürlich ist jetzt nicht mehr wahnsinnig viel zeit bis ostern, aber...


die kleinen ostereier sind so schnell gemacht, dass es sich bis morgen locker noch ausgeht, wenn du sie ausprobieren möchtest. trotz superfood wollte ich übrigens nicht auf ein wenig schokolade als deko verzichten. ist ja schließlich ostern.


falls du schon ein lieblingsrezept für solche energy bites hast, kannst du einfach das nehmen. die rezepte von hier, hier und da würden sich auch eignen. ich hab diesmal ein rezept aus Jamie Oliver's Superfood* abgewandelt.

Superfood Easter Eggs

(ca. 30 kleine Eier)

100g Cashewnüsse
120g getrocknete Softaprikosen
20g Sesam
15g Amaranth gepufft (gibts z.B. bei dm)
Mark von 1 Vanilleschote

Schokoladenglasur

Alle Zutaten in den Blitzhacker geben und zerkleinern, bis eine klebrige Masse entsteht. Mit leicht angefeuchteten Händen kleine (2-3cm große) Eier formen (ich habe die masse in einen kleinen schöpflöffel für tee gepresst, der zufällig eine ovale form hatte, und dann mit den fingern noch ein wenig in form gebracht) und auf Backpapier legen. Nach Belieben mit Schokoladenglasur dekorieren oder zum Beispiel in gemahlenen Cashews, Kokos oder Kakao wälzen.

falls deine aprikosen nicht klebrig oder süß genug sind, könntest du ein wenig ahornsirup, honig oder einfach nur ein paar tropfen wasser zugeben.


am besten lässt du die eier ein weilchen offen liegen, dann trocknen sie ein wenig und sind nicht mehr so klebrig. dann kannst du sie auch hübsch verpacken und im osternest verstecken. oder einfach selber knabbern.


*affiliate link: wenn du über diesen link bei amazon bestellst, bekomme ich eine kleine provision, die ich dann wieder in meinen blog investiere. du bezahlst natürlich nicht mehr.

Freitag, 25. März 2016

Happy Easter! 〖Frühlingsquiche〗

ja, ich lebe noch. danke für die emails und das besorgte nachfragen. ♥ der grund für die ungeplante pause am blog ist ganz einfach: ich habe einen neuen job und damit ganz schön viel um die ohren. freizeit ist im moment rar, aber gerade noch rechtzeitig vor ostern melde ich mich zurück aus der versenkung. meine ostereier sind bereits gefärbt, die osternester sind gefüllt und ich habe außerdem eine köstliche idee für den osterbrunch. falls es dir ähnlich geht wie mir, bist du sicher noch nicht fertig mit deiner planung und freust dich eventuell über ein wenig last minute inspiration.


bei mir steht morgen eben ein osterbrunch mit freunden an. alles ganz unkompliziert. neben süßem hefezopf (der natürlich auch nicht fehlen darf) mag ich auch gern pikantes gebäck auf dem brunchtisch. so eine quiche finde ich toll dafür. man kann sie sehr gut vorbereiten und sie schmeckt - egal, ob warm oder kalt. 


an karotten kommt man zu ostern ja kaum vorbei. liegt das eigentlich daran, dass hasen karotten mögen? oder ist es einfach deshalb, weil karotten farbe auf den teller bringen? keine ahnung. ich weiß nur, dass ich karotten richtig österlich und frühlingshaft finde. deshalb habe ich in meine quiche neben erbsen und lauch auch karottenstreifen gegeben.


Quiche mit Lauch, Erbsen und Karotten


200g Mehl
100g Ländle Butter*
50ml Ländle Milch*
2 EL Zwiebelsamen (alternativ schwarzer Sesam)
1 Pr. Salz

Füllung
3 Eier
200ml Ländle Rahm*
1 gehäufter TL Thymian
Salz
Pfeffer
50g geriebener Ländle Bergkäse*
1 kleinere Stange Lauch
1 Handvoll Erbsen (TK)
1 kleine Karotte

Für den Mürbteig Mehl mit Salz und Zwiebelsamen in einer Schüssel mischen. Butter in kleinen Flocken in die Schüssel geben und mit den Händen abbröseln. Milch zur Mehlmischung schütten und alles rasch zu einem geschmeidigen Teig kneten. In Frischhaltefolie 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Sahne mit Eiern verquirlen und mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen. Lauch in sehr feine Ringe schneiden und untermengen. Karotte schälen und mit dem Sparschäler in dünne Streifen schneiden.
Backrohr auf 200° vorheizen.

Teig ca. 0,5cm dick ausrollen und in eine kleinere Tarteform (ca. 20cm) geben. (Form vorher evtl. buttern) 5 Minuten im Ofen vorbacken. Dann den Käse auf dem Boden verteilen und die Sahnemischung einfüllen. Erbsen und Karottenstreifen verteilen und ca. 25 Minuten backen. Die Füllung soll gestockt und goldbraun sein. Sollte die Quiche zu dunkel werden, gegen Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken.


happy easter!

*dieser beitrag entstand mit freundlicher unterstützung von Vorarlberg Milch.