Dienstag, 2. Oktober 2018

Die Glücklichmacherei On Tour 〖Roadtrip durch Bella Italia - Teil 1: Sardinien bis Rom〗


ziemlich genau 3000 gefahrene kilometer, 4 wochen, 3 fährfahrten, 2 inseln, 1 wohnmobil, 1 vespa, der mann und ich. das war er, der sommerurlaub 2018 - ein roadtrip quer durch italien. vor dem urlaub war bereits klar, dass das vermutlich nicht die aufregendste reise aller zeiten werden wird, sind wir doch eigentlich eher die abenteuerurlauber, die eine reise mit dem rucksack in ein bisher nicht bereistes land immer dem gemütlichen pauschalurlaub vorziehen. gut - pauschalurlaub war das auch keiner, das reiseziel allerdings kein unbekanntes. dafür hat italien wirklich viel zu bieten: stadt, land, küste, traumstrände, kulinarik vom feinsten, gastfreundschaft und tolles sommerwetter. alles gründe, die unseren roadtrip wirklich unvergesslich machten.


gestartet haben wir auf Sardinien. die fährfahrt von Livorno nach Olbia dauerte gut 6 stunden und war entspannt. wir haben uns auch aus kostengründen dagegen entschieden über nacht zu fahren und dafür einen halben tag investiert. eine gute entscheidung, wie wir fanden. wir sind bereits am vortag nach livorno aufgebrochen. unser wohnmobil hat schon einige tausend kilometer unter der haube und da weiß man nie so genau, was alles passiert. passiert ist nix, aber so hatten wir am abend vor der überfahrt nach Sardinien noch genug zeit einen abstecher nach Pisa zu machen. das ist nur wenige kilometer entfernt und ein besuch beim schiefen turm lohnt sich immer.


Sardinien ist in den letzten jahren ja wirklich zum topreiseziel avanciert, weshalb wir etwas besorgt waren, ob wir ein plätzchen für uns und das wohnmobil finden würden. reservierungen waren eigentlich nicht möglich und wir wollten ganz sicher nicht wild campen, was ohnehin fast nirgends mehr erlaubt und mit unserem riesengefährt (immerhin 6,5m lang und knapp 3,5m hoch) auch recht unpraktisch ist. die sorge war dann im nachhinein unbegründet, wir waren mitte juli noch vor der richtigen hauptreisezeit unterwegs. gelandet sind wir in Palau, einem beschaulichen städtchen an der Costa Smeralda, das nicht viel zu bieten hatte außer 2 eisdielen, einer metzgerei, ein paar restaurants und einer bar. für uns hat das gereicht, im vordergrund stand während der ersten tage ohnehin ausspannen und abschalten. das ist uns ganz leicht gefallen, angesichts der traumstrände, die wir mit der vespa ganz leicht erreichen konnten. ohne zweitgefährt ist man mit einem wohnmobil natürlich nicht besonders mobil, wenn man es erst einmal geparkt hat. deshalb haben wir eben immer die vespa dabei. ach ja - ein, zwei aperitivi haben wir uns auf Sardinien auch gegönnt, schon um den erholungsfaktor zu erhöhen...


Tipps für Palau:


  • Camping Baia Saraceno, nicht luxuriös, aber ein schöner Strand und sehr gute Lage. Die Stadt ist nur einen kurzen Spaziergang entfernt.
  • Aperitivo im Moon Light Café, direkt am Hauptplatz. Ab 18:00 Uhr gabs um wenig Geld zum Cocktail eine tolle Platte mit sardischen Spezialitäten - unbedingt ausprobieren!
  • Essen im Restaurant am Campingplatz Baia Saraceno, auch für Nicht-Camper möglich - typisch sardische Küche, die beste Pizza weit und breit. Besondere Empfehlung: Spaghetti ai Ricci di Mare und Pizza Quattro Formaggi
  • Traumstrände von Spiaggia di Nelson bis Spiaggia di Cala Martinella


nach 6 tagen Sardinien haben wir uns mit der fähre richtung Rom aufgemacht. die fähre legt in Civitavecchia an, das ist ungefähr 75 minuten fahrzeit von Rom entfernt und ideal. und obwohl wir bereits einige male in Rom waren, wollten wir diesen abstecher nicht auslassen. schon allein deshalb, weil ich über Airbnb Experiences einen tollen pastakurs gebucht hatte, den ich gemeinsam mit meiner mama (meine eltern haben wir für die tage in rom vor ort getroffen) dann auch besucht habe. das war ein wirklich schöner tag in den hügeln etwas außerhalb von rom, an dem ich zwar keine wahnsinnserkenntnisse zur pastaherstellung gewonnen habe (weil ich schon oft selber pasta gemacht habe), aber ich hatte total viel spaß mit meiner mama und die gastgeberinnen Chiara und ihre Nonna waren zwei goldstücke. der mann ist derweil mit meinem papa durch die bars von Rom getingelt und ich vermute sie haben sich nicht nur den einen oder anderen espresso genehmigt...


wie gesagt, Rom ist immer eine reise wert und hat wirklich einiges zu bieten. idealerweise plant man einen citytrip in die ewige stadt nicht unbedingt im hochsommer. es hatte eine affenhitze, aber gut - was solls. no pain, no gain. luxusprobleme eben. hätte es geregnet, wären wir auch nicht erfreut gewesen.


Tipps für Rom:


  • Camping Tiber: etwas außerhalb der Stadt. Es gibt einen Shuttleservice um 1€ zum nächstgelegenen  Bahnhof und auch wieder zurück. Von dort gehts ganz unkompliziert direkt in die Stadt. Der Campingplatz war früher auch schon mal sauberer.
  • Piazza Navona und die umliegenden Straßen - ideal zum Essen, für Drinks und auch zum Shoppen in eher individuellen Läden abseits der großen Modeketten, welche sich in der Via del Corso, der Via Condotti und um die Piazza di Spagna finden.
  • Essen und Trinken: Mimì e Cocò und Cantina e Cucina beides Nähe Piazza Navona sowie das Bistro Barzilai in Monti (Empfehlung: Spaghetti Cacio e Pepe). In der Baguetteria del Fico (wieder Nähe Piazza Navona) gibts köstliche Sandwiches und eine gigantische Auswahl an Bier. Und unbedingt einen Espresso an der Bar im Caffè Tazza d'Oro genießen. Tipp: Espresso trinkt man an der Bar, außer man outet sich gleich als Tourist und will mehr als das Doppelte bezahlen.
  • Handmade Pasta with Grandma - die Bewertungen stimmen alle. Chiara und ihre Nonna waren herzliche Gastgeberinnen, die Pasta hat vorzüglich geschmeckt und die Stimmung war top. Könnte am Prosecco und Vino gelegen haben...
  • Sightseeing: Die Klassiker sind nicht umsonst Klassiker: Vatikan, Kolosseum, Engelsburg, Spanische Treppe und Co sind ein MUSS!


es gibt noch viel zu erzählen und noch mehr fotos davon. deshalb gehts weiter im teil 2 unserer reise: Neapel bis Apulien. stay tuned!

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