anschließend gings gleich ans styling der fotosets, gekocht hatte ich ja schon alles. der mann hat mich bei den vorbereitungen daheim schon extrem unterstützt, und es war wirklich wie zu weihnachten (oder sonst, wenn wir ein menü kochen). der mann hat sich um das fleisch und die sauce gekümmert, das kann er nämlich irrsinnig gut, und ich habe den rest übernommen, der dann gar nicht mehr so viel war. und neben dem weihnachtsmenü habe ich mir auch ein paar kleinigkeiten überlegt, die das fest noch schöner machen. weißer glühwein, gebrannte zimtmandeln und marzipanstollen sind ein paar meiner xmas-lieblinge, die für mich auf keinen fall fehlen dürfen. rezepte dafür findest du in früheren beiträgen auf dem blog.
Roastbeef mit Kartoffelgratin, jungen Karotten mit Gremolata und Portweinjus
Kartoffelgratin
1kg Kartoffeln
400ml Sahne
2 gehackte Knoblauchzehen
1 EL Thymian
Salz
Pfeffer
250g Bergkäse
50g Parmesan
Backrohr auf 200° Heißluft vorheizen.
Kartoffeln in 3-4mm dicke Scheiben hobeln oder schneiden. Kartoffelscheiben, Sahne, Knoblauch, Thymian und Bergkäse in einer Schüssel mit den Händen vermengen und mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Eine ofenfeste Form ausbuttern.
Die Kartoffelscheiben schlangenförmig in die Form schlichten. Mit der Sahnemischung übergießen und mit Alufolie fest abdecken. 30 Minuten backen, dann die Alufolie entfernen und weitere 30 Minuten backen. Dann den Parmesan auf das Gratin streuen und 30 Minuten fertig backen.
Tipp: Das Kartoffelgratin kann bereits am Vortag zubereitet werden und dann gemeinsam mit dem Roastbeef in den Ofen. Die Temperatur fürs Fleisch reicht aus, um das Kartoffelgratin zu erwärmen.
Roastbeef
1kg Beiried
Salz
Pfeffer
Rapsöl
Backrohr auf 80° Ober-/Unterhitze vorheizen
Roastbeef salzen, pfeffern und in einer heißen Pfanne rundum scharf anbraten. Fleisch in eine ofenfeste Form geben und in der Mitte des Backrohrs für 1 3/4 – 2 Stunden garen.
Tipp: Kerntemperatur 50° = rare (ca. 90 Minuten); 52° = medium rare (ca. 100-105 Minuten); 54° = medium (ca. 110-115 Minuten)
Portweinjus
8 Hühnerflügel
1 große Zwiebel, ungeschält geviertelt
1 große Karotte, ungeschält in grobe Stücke geschnitten
½ Sellerie, geschält in grobe Stücke geschnitten
1 Knoblauchknolle, halbiert
1 EL Erdnussöl
2 EL Honig
2-3 EL Sojasauce
2 EL Tomatenmark
2 gehäufte EL Mehl
1 Handvoll getrocknete Steinpilze
1 Schuss Rotweinessig
150ml Portwein
1,2L Geflügelfond (alternativ Gemüsebrühe)
3 Lorbeerblätter
1 kl. Bund Thymian
Backrohr auf 220° Ober-/Unterhitze vorheizen.
In einem Bräter Erdnussöl, Gemüse und Hühnerflügel mischen. 1 Stunde im Ofen offen braten bis die Hühnerflügel braun werden. Honig, Sojasauce und Tomatenmark zugeben, alles mischen und 20 Minuten weiterrösten. Mit Mehl stauben, die Pilze zugeben und 20 weitere Minuten rösten. Den Bräter bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen und mit Essig ablöschen. Mit Portwein dicklich einkochen lassen. Dann Fond und Kräuter zugeben, aufkochen lassen und 30 Minuten leicht köcheln lassen. Anschließend alles abseihen und die Sauce einreduzieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Tipp: Die Sauce kann hervorragend eingefroren werden, deshalb lässt sie sich sehr gut stressfrei vorbereiten. Die Reste vom Hühnerfleisch schmecken köstlich in einem Sandwich (dafür musst du die haut entfernen, die ist zu labberig).
Junge Karotten mit Gremolata
200g junge Karotten
Salz
1 Pr. Zucker
Butter
4 EL gehackte Petersilie
Schale von 1 Bio-Zitrone
1 fein gehackte Knoblauchzehe
Saft von ½ Zitrone
Karotten vorsichtig schälen, das Grün dran lassen. In Salzwasser ca. 5 Minuten bissfest kochen und dann in etwas Butter mit Salz und einer Prise Zucker in einer Pfanne schwenken.
Für die Gremolata alle Zutaten vermischen.
Fleisch in Scheiben schneiden und mit Kartoffelgratin, Karotten mit Gremolata und Portweinjus servieren.
Gewürz-Crème Brûlée
(4 Portionen)
1 Zimtstange
5 Pimentkörner
2 Kardamomkapseln
1 Vanilleschote
250ml Sahne
200ml Milch
75g Zucker
3 Dotter
2 Eier
Zucker
Vanilleschote aufschneiden und das Mark herauskratzen. Die Gewürze und die Vanilleschote mit Sahne und 100ml Milch aufkochen. Eier und Dotter verquirlen. Die restliche Milch erhitzen (nicht kochen) und langsam in die Eiermasse einrühren. Nun alles vermengen und mindestens 2 Stunden, besser über Nacht stehen lassen. Dann die Sahnemischung durch ein Sieb gießen und auf 4 Gläschen oder Förmchen verteilen.
Backrohr auf 125° Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Gläschen in eine ofenfeste Form stellen und diese mit heißem Wasser befüllen, so dass die Gläschen zu 2/3 im Wasser stehen. Ca. 1 Stunde im Backrohr garen, evtl. etwas länger, sollte die Crème noch nicht fest genug sein.
Die einzelnen Portionen mit je 1-2 TL Zucker bestreuen und mit einem kleinen Bunsenbrenner karamellisieren. Falls du keinen Bunsenbrenner hast: Das Karamellisieren funktioniert auch unter dem heißen Grill im Backofen.
Tipp: Die Crème Brûlée kann bereits 1-2 Tage im Voraus zubereitet werden. Der Zucker muss aber direkt vor dem Verzehr karamellisiert werden.
die fotos 2 & 7 sind meine
alle anderen fotos: Christian Kerber / Sutterlüty