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Mittwoch, 20. Februar 2019

Wie das duftet! 〖Knuspriges Brot mit Sonnenblumenkernen und Leinsamen〗


es ist mal wieder zeit für selbstgebackenes brot. erstens weils schmeckt, und zweitens weil echt einfach ist. und das erfolgserlebnis des ersten selbstgebackenen brotes ist unschlagbar. eigentlich nicht nur des ersten. jedes mal wenn ein laib brot den ofen verlässt und auch schon vorher, wenn es anfängt zu duften, bin ich restlos begeistert. und von so einfachen brotrezepten kann man nicht genug haben, deshalb probiere ich immer wieder sehr gerne neue aus. brotrezepte abzuwandeln ist ganz einfach - ein paar körner dazu (oder weglassen), gewürze austauschen und schon ist es ein völlig anderes endprodukt. trau dich einfach!


in unserem kleinen haushalt ist ein so großer laib brot immer viel zu viel. ich backe trotzdem ab und zu am wochenende gern ein großes brot. ich schneide es dann in scheiben und friere es ein. so geht das auftauen schneller und der mann bekommt dann bei bedarf unter der woche ein lunchpaket mit frischem brot. ganz stressfrei. gut, oder? und nachdem ich gelesen habe, dass die suchanfragen zu selbstgebackenem brot bei pinterest um über 400% gestiegen sind, gehe ich ganz optimistisch einfach mal davon aus, dass du auch an brotrezepten  interessiert bist.



Knuspriges Brot mit Sonnenblumenkernen und Leinsamen


250g Weizenmehl
100g Roggenmehl
100 Weizenvollkornmehl
1 Pckg. Trockenhefe
1 EL Sauerteigextrakt (das ist ein trockenes pulver)
75g Sonnenblumenkerne
25g Leinsamen
1 EL Koriandersamen
2 TL Salz
70g Honig
320ml warme Milch

Mehl, Hefe, Sauerteig, Körner, Koriandersamen und Salz mischen. Warme Milch und Honig zugeben und alles in der Küchenmaschine bei mittlerer Geschwindigkeit 6-8 Minuten verkneten. Der Teig löst sich von der Schüssel und wird geschmeidig. Teig zu einer Kugel rollen und in der Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt 1 Stunde gehen lassen. Teig langwirken: Die Teigkugel flachdrücken, links und rechts zur Mitte einschlagen und den oberen Rand herunterklappen. Fest andrücken und Teig einrollen. (bei youtube gibts zeitlupen dazu.) Ein (längliches) Gärkörbchen mit Mehl ausstäuben und den Teig mit dem Verschluss nach oben hineinlegen. Alternativ kann der Teig auch in einer Kastenform gebacken werden. Diese einfetten und mit Mehl ausstauben, und den Teig mit dem Verschluss nach unten hineinlegen. Mit einem Tuch abgedeckt nochmal mind. 30 Minuten gehen lassen. Der Teig soll sich merklich vergrößern. 
In der Zwischenzeit das Backrohr auf 230° Ober-/Unterhitze vorheizen. Dabei eine Metallschüssel oder ein Blech am Boden mitaufheizen.
Den Teig aus dem Gärkörbchen vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Blech stürzen und leicht schräg zweimal einschneiden. Falls eine Kastenform verwendet wird, nicht stürzen, nur einschneiden. Das Blech in den Ofen schieben und ca. 100ml Wasser in die Schale am Boden schütten. Backrohr sofort schließen und 5 Minuten anbacken. Dann die Tür öffnen und den Dampf ablassen. (so bildet sich die knusprige kruste.) Temperatur auf 200° reduzieren und das Brot weitere 40-45 Minuten backen. Sollte es zu dunkel werden, die Temperatur auf 180° verringern. Das Brot ist fertig, wenn es hohl klingt, wenn du auf die Unterseite klopfst.

Montag, 17. Oktober 2016

Es herbstelt! 〖Bierkipferln〗

ich möchte gerne einmal in der woche brot backen. gelingt mir nicht immer, aber ich bemühe mich. schon allein wegen dem duft, der durch die wohnung zieht. aber natürlich auch, weil ich dann weiß, was drin ist. auf polnische teiglinge aus dem supermarkt kann ich nämlich gut verzichten. und weil brotbacken echt keine hexerei ist (brotteig braucht nur ein bisschen TLC), mach ich es eben gern selber. ich mags gern würzig. koriander, kümmel, fenchel, brotklee, eine kräftige prise salz - perfekt. was auch sehr gut dazu passt, ist bier. sowohl in den teig, als auch zur brotzeit. ich mag bier sehr gern, besonders zu zünftigem essen, und eine brotzeit gehört da auf alle fälle dazu. in letzter zeit trinke ich am liebsten pale ale. ich habe im sommer in den USA verschiedene probiert und bin fan. da hat es sich gut getroffen, dass mir Stiegl* ein paar Flaschen vom Columbus Pale Ale geschickt hat. ich habs nicht nur im teig des brotes verarbeitet, sondern auch ausgiebig verkostet...


wie gesagt, diese bierkipferln bereichern jede herzhafte brotzeit. ich stell mir da einen gemütlichen herbstabend vor. käse, trauben, maroni, bier, holzbrettchen und bierkipferln. besser kanns kaum werden. allerdings kommen so kleine brötchen bei mir unter der woche auch gern als snack mit in die bürotasche.


Bierkipferln

(16 Stück)

200g Weizenmehl
300g Roggenmehl
1 Pckg. Trockenhefe
8g Sauerteigpulver (z.B. von Alnatura)
2 EL Zucker
1 EL Salz
2 EL Brotgewürz
2 EL Bockshornklee (muss nicht unbedingt sein)
3 EL Sonnenblumenkerne
2 EL Rapsöl
100ml warmes Wasser
200ml Bier (z.B. Stiegl Columbus Pale Ale*)

je 1 EL Salzflocken und Brotgewürz zum Bestreuen

Alle trockenen Zutaten in einer Rührschüssel mischen. Öl, Wasser und Bier zugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Evtl. mehr Bier oder Mehl zugeben, der Teig soll nicht klebrig sein. Teig in der Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt mindestens 1 Stunde, besser 2 Stunden gehen lassen. Teig in 2 gleich große Kugeln formen. Jede Kugel ca. 0,5cm dick rund ausrollen und in je 8 Dreiecke schneiden. Die Teig-Dreiecke von der kurzen Kante her aufrollen und zu Kipferln biegen. Die Kipferln auf 2 mit Backpapier ausgelegte Bleche legen und weitere 30 Minuten abgedeckt gehen lassen.
Backrohr auf 200° Ober-/Unterhitze vorheizen und eine kleine Schale mit Wasser ins Backrohr stellen.
Die Kipferln mit Wasser bepinseln und mit der Salz-Gewürzmischung bestreuen. Die beiden Bleche nacheinander ca. 15-18 Minuten backen.


die ruhezeit für den teig ist ziemlich lang, weil der teig so schwer ist. das warten lohnt sich aber auf alle fälle.
das rezept für die bierkipferln habe ich so ähnlich mal in diesem buch** gesehen.


*sponsored - dieser beitrag entstand in zusammenarbeit mit Stiegl.

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Mittwoch, 11. November 2015

Heimatliebe* 〖Warmes Ländlepanini mit Raclettekäse, Walnusspesto und Birnen〗

wenn ich einen garten hätte, dann würde ich birnenbäume pflanzen. birnen mag ich nämlich viel lieber als äpfel. ich kann im moment gar nicht genug davon bekommen. am wochenende habe ich für nachschub im marmeladeregal gesorgt und meine lieblingsmarmelade eingekocht: birne-karamell. herrlich! und jetzt gerade hab ich birnenmus gemacht und in gläser abgefüllt. die kombination von birnen mit würzigem käse mag ich auch ganz besonders gerne. das gabs gestern.


selbstlob stinkt zwar, aber ich kanns einfach nicht anders sagen: ich hab da heute 3 echt sensationelle rezepte für dich. erstens: selbstgebackenes vollkornbrot. nicht irgendeins, sondern richtig knuspriges sauerteigbrot. dafür brauchst du ein wenig geduld, aber sonst ist das keine hexerei. zweitens: walnusspesto. köstlich und total einfach zuzubereiten. pesto halt. und drittens: eine super kombi aus beidem. mit käse und birnen. und wenn käse drin ist, ist sowieso alles gut.


ich habs ländlepanini genannt, weil die wichtigsten zutaten alle aus vorarlberg kommen, und vorarlberg ist nunmal das ländle. (bis auf die walnüsse, die hat mein papa in tirol gesammelt.) und jetzt schau dir mal diese kruste an! und wenn du riechen könntest, wie das brot herrlich duftet! ich schnüffle schon die ganz zeit immer wieder daran. das ist jetzt aber nicht weiter seltsam für meine verhältnisse. ich bin ein sehr geruchsorientierter mensch... 


Vollkornbrot


200g Roggenmehl
300g Weizenvollkornmehl
½ Würfel Hefe
175ml warmes Wasser
50g Sauerteig (flüssig)
1 EL Brotgewürz
15g Salz
1 Pr. Zucker
175ml Ländle Buttermilch*
etwas Kaffee zum Bestreichen

Hefe mit Zucker im warmen Wasser auflösen. Beide Mehlsorten mit Salz und Brotgewürz mischen. Hefemischung und Sauerteig zugeben und langsam unterkneten. Buttermilch nach und nach zugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Teigschüssel mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig an einem warmen Ort mindestens 1,5 Stunden (besser über nacht) gehen lassen. Dann den Teig kurz durchkneten, evtl. etwas Mehl zugeben und einen Laib formen. Weitere 30 Minuten zugedeckt gehen lassen.
Backrohr auf 200° Ober-/Unterhitze vorheizen.
Laib mehrmals einstechen und mit Kaffee bestreichen. Mindestens 40 Minuten auf der zweituntersten Schiene backen.


das brot hätten wir also schon mal. als nächstes kommt das walnusspesto. es passt nicht nur ganz hervorragend ins panini, sondern natürlich auch zu nudeln und gnocchi. ich liebe aber pesto besonders als brotaufstrich. oder mitbringsel. viele denken immer, dass selbstgemachtes pesto unheimlich kompliziert ist. in wahrheit gibts ja wohl nicht viel einfacherers oder schnelleres...

Walnusspesto

 (2 Gläser)

100g geriebene Walnüsse
25g Petersilie gehackt (TK)
100g Olivenöl
2 Knoblauchzehen
50g fein geriebener Vorarlberger Bergkäse*
Pfeffer, evtl. Salz

Knoblauchzehen schälen und mit den geriebenen Walnüssen, Petersilie und Olivenöl in einem Mixbecher mischen. Mit dem Stabmixer pürieren und mit Pfeffer würzen. Bergkäse untermengen und abschmecken, evtl. salzen.


so , jetzt kommt das beste. nämlich die kombination von knusprigem brot, würzigem pesto, süßer birne und kräftigem käse. ich schwebe im siebten paninihimmel, wenn ich dran denke!

Warmes Ländlepanini mit Raclettekäse, Walnusspesto und Birnen

 (2 Brote)

4 Scheiben Vollkornbrot
2 EL Walnusspesto
½ Birne
4 Scheiben Ländle Raclette Pfeffer*

Birne in dünne Spalten schneiden. Vollkornbrot dünn mit Walnusspesto bestreichen und mit Birnenspalten und Raclettekäse belegen. Mit der zweiten Brotscheibe abdecken und im Kontaktgrill langsam rösten.

du hast keinen kontaktgrill? no problem. dann gratinierst du das brot ohne deckel einfach im backrohr.



natürlich könntest du auch zu gekauftem brot oder vollkorntoast greifen, wenn du das brot nicht selbst backen möchtest. es lohnt sich aber wirklich! #selbstgebackenschmecktambesten


*dieser beitrag entstand mit freundlicher unterstützung von Vorarlberg Milch.